Beschreibung
National Motorcycle Museum | Solihull, West Midlands
Besichtigung: Di., 21. Juli ab 13 Uhr
Auktion: Mi., 22. Juli ab 10 Uhr
Standort: National Motorcycle Museum, Coventry Road, Bickenhill, Solihull B92 0EJ
Registrierung Nr: Nicht registriertRahmennr: Nicht sichtbarMOT: Steuerbefreit
Seltenes und technisch ungewöhnliches britisches Vintage-Motorrad mit markanter, blattgefederter Aufhängung
Langfristig eingemotteter „Barn Find“, der vor der Nutzung im Straßenverkehr neu in Betrieb genommen werden muss
Begleitet von einem Schriftwechsel mit dem renommierten Automotive-Historiker Mike Worthington-Williams
Das Beardmore Precision wurde in einer faszinierenden Phase der Experimentierfreude innerhalb der britischen Motorradindustrie vorgestellt und ist bis heute eine der ungewöhnlichsten und technisch interessantesten Maschinen der frühen Vintage-Ära. Nach einer Vereinbarung zwischen F. E. Baker Ltd und dem Engineering-Giganten William Beardmore & Company aus Glasgow wurden Motorräder zwischen 1921 und 1924 unter dem Namen Beardmore Precision gefertigt. Die Marke erarbeitete sich schnell einen Ruf für Innovation: Modelle mit mehreren unkonventionellen Konstruktionsdetails, die für die damalige Zeit eher untypisch waren.
Zu den markanten Merkmalen, die man bei Beardmore-Precision-Maschinen findet, gehören eine blattgefedertet Front- und Hinterradaufhängung, eine außenliegende, ziehende Frontbremse sowie ein in die Rahmenstruktur integrierter Kraftstofftank – alles zusammen sorgt für ein ausgesprochen fortschrittliches Erscheinungsbild für die frühen 1920er. Obwohl die Marke in zeitgenössischen Trials-Wettbewerben durchaus Respekt einbrachte, brachten die finanziellen Schwierigkeiten nach einem erfolglosen Isle-of-Man-TT-Engagement 1924 letztlich die Produktion zum Stillstand. So sind Beardmore-Precision-Maschinen heute seltene und äußerst spannende Überlebende aus einem nur kurz währenden Kapitel der britischen Motorradgeschichte.
Dieses Exemplar stammt aus dem Jahr 1923. Es gehörte zuvor zur bekannten Fred-Evans-Sammlung, bevor es vor einigen Jahren von dem verstorbenen Verkäufer erworben wurde. Danach wurde es zusammen mit anderen Maschinen auf dem Dachboden einer Scheune gelagert. Das Motorrad blieb über einen längeren Zeitraum ungenutzt und muss nun vor jeder Rückkehr auf die Straße neu in Betrieb genommen werden.
Die Maschine bietet sich für den Vintage-Enthusiasten als reizvolle Restaurierungs- oder Erhaltungsmöglichkeit an und wird von zeitgenössischem Schriftverkehr mit dem ausgewiesenen Automotive-Historiker Mike Worthington-Williams begleitet. Beardmore-Precision-Motorräder trifft man heute nur selten an; sie wecken nach wie vor großes Interesse – dank ihrer ungewöhnlichen Technik, der limitierten Produktion und ihres charakteristischen Erscheinungsbilds aus der jeweiligen Epoche.
** Die Gebote werden vor Ort live abgegeben, online über unsere H&H-Website, telefonisch und per Kommission – es gelten die AGB**
Teilnahme per Katalog; Kauf für £20 möglich (ermöglicht 2 Personen)

