Beschreibung
Name-gerecht benannt nach dem griechischen Himmel- und Donnergott Zeus, zählt dieses 14, 5-Liter-Leviathan zu den beeindruckendsten Erscheinungen. Von Paul Springer aus Vancouver, Washington auf einem maßgeschneiderten Diamond T-Chassis von 1927 gebaut, sorgt die schiere Größe und der Klang dieses Maschinenpakets für Eindruck, egal ob auf dem Ausstellungsplatz, bei Rallyes, Sprinten oder einfach für einen Kneipenbesuch.
Das Herzstück dieses wundervoll konstruierten Spezialwagens ist der 14, 5-Liter-Hall-Scott-Motor. Hall-Scott erlangte Ruhm durch die Herstellung von Flugzeugmotoren sowie Rennmotoren für den Luxuswagenhersteller Duesenberg, wodurch sie wussten, wie man einen Motor leicht, aber robust hält. Im Jahr 1921 wandte sich Hall-Scott der Landwirtschaft zu und produzierte Motoren für Traktoren, Lastwagen und Boote; der Motor in Zeus stammt aus diesem Zeitraum. Es wird angenommen, dass der Motor 1936 gebaut wurde und zu den lediglich 12 bekannten Exemplaren gehört. Auf dem Motorgehäuse ist MDL 177 und die Nummer 360044 angegeben. Es handelt sich um eine gerade Sechs mit Oberflächen-Nockenwelle und hemisphärischen Brennkammern. Er atmet durch zwei Ansaugvergaser und der massive Abgasschlauch erzeugt ein kehliges Brummen. Die Kühlung übernimmt eine Zentrifugal-Glykolpumpe, die das Kühlmittel durch den schönen, originalen Kühler zirkulieren lässt. Die ursprünglichen Leistungsangaben des Motors lagen bei 245 bhp mit 860 ft-lb Drehmoment.
Dieses Drehmoment und diese Leistung werden über ein 4-Gang-Getriebe mit Overdrive von Brown-Lipe auf die Hinterachse übertragen. Vielleicht wenig überraschend hielt die Originalachse nur wenige Meilen durch, wurde daher mit Drag-Racing-Komponenten neu aufgebaut und konnte sich bisher als ausreichend erweisen.
Oft nehmen die ursprünglichen Bremsanlagen aus dieser Ära einem die Freude am Fahren im heutigen Verkehr, doch Zeus setzt auf großzügig dimensionierte, extern kupplende Lockheed-Hydraulikbremsen vorne wie hinten, die Selbstvertrauen vermitteln.
Der Unterboden ist sauber, ordentlich und frei von Ölleckagen.
Die Elektrik umfasst einen Hochleistungs-Generator, Anlasser und Kraftstoffpumpen sowie ein Paar wunderschöner Gray & Davis-Scheinwerfer. Die Verkabelung ist von Bart Ouchida mit Stoffummantelung geschützt, und alles wird über ein originalgetreues Hall-Scott-Instrumenten-Set überwacht.
Der 13 Fuß 9 Zoll chassis ruht auf maßgefertigten Stahlrädern und beherbergt eine leichte Zweisitzer-Roadster-Karosserie. Im wahren Geiste eines Vintage-„Special“ ist die Karosserie eine Mixtur aus einem 1916 Franklin, einem 1918 Studebaker, und das Boot-Schwänzchen entstand aus einem 1947 Hudson. Das Ergebnis ist ein zielgerichtet wirkender Speedster, der dennoch ein geräumiges Cockpit behält, was Langstreckenrallies so viel angenehmer macht. Die Lederpolsterung mit kunstvoller Handnaht verleiht dem Ganzen eine Note von Luxus vergangener Zeiten.
In Dunkelgrün mit feiner StrichNote und einer von Hand gemalten Zeus-Illustration an der Seite ist die Lackierung von einer Qualität, die man selten an einem Vintage-Motor findet, und die Farbe kontrastiert schön mit den polierten Messing-Armaturen.
Während seines Aufenthalts in den USA wurde dieses Finish- und Ingenieursniveau mehrfach belohnt, wobei Zeus bei vielen Ausstellungen Silberware nach Hause nahm. Sie ist keine ‚Trailer Queen‘, wie die vielen Rallye-Teilnahmen belegen, darunter insgesamt 4 Stage-Wins bei der strapaziösen 2500-Meilen-Großrallye ‚Great Race‘ im Jahr 2017. In den USA in den 2010er Jahren von Paul Springer aus Vancouver, Washington gebaut, ist der aktuelle britische Besitzer erst der dritte Eigentümer und hat das Auto in das Vereinigte Königreich importiert. Zurzeit ist es noch nicht straßenzulassungsfähig.
Die Beliebtheit dieser großen Brooklands-Style Rennwagen hat in den letzten zehn Jahren drastisch zugenommen, besonders bei den Rennen der Goodwood Members’ Meetings und Revival. Viele der mehrzylindrigen Leviathans wie Zeus sind temperamental, spezialisierte Maschinen, aber Zeus bietet denselben greifbaren Reiz, ist dabei zuverlässig und benutzerfreundlich. Ruhig genug für einen entspannten Sonntagsausflug oder gar einen Ausflug zum Pub.
Der Eigentümer ist Profi in der Autoschadens- und Restaurierungsbranche und hat Zeus regelmäßig gewartet und betreut. ‚Auf dem Knopf‘ und sofort einsatzbereit – ich empfehle dringend eine Besichtigung dieses beeindruckenden Motors im Showroom.











