Beschreibung
Die erste Terrot-Maschine war die 125 Type EP, die 1946 eingeführt wurde. Sie war mit einem OHV-Viertaktmotor, einem Vierganggetriebe und einem starren Fahrgestell mit einer vorderen Parallelogrammfederung ausgestattet. Darauf folgten die Modelle FTE und ETPC, ausgestattet mit einer teleskopischen Gabel mit hydraulischer Dämpfung, dann die ETD, erhältlich mit Dynamo und Zündanlage über Batterie/ Zündspule. 1953 wurde eine „Economy“-Variante ETM eingeführt, mit Magnetzündung und einer vorderen Gabel ohne Dämpfung. Die letzten Modelle dieser Serie, die ETDS und ETM4S, verfügten über eine Hinterradaufhängung mit Schwingarm und wurden Mitte 1954 verkauft. Diese Maschine ist eine Terrot ETM 125 aus dem Jahr 1955; ein wahrer Dachbodenfund. Der Motor hat ein gutes Kompressionsverhältnis; man muss ihn nur starten. Und wie nennt man so eine schöne französische Sammler-Motorrad? Flohmarkt-, Vintage-, Klassikerstatus – oder einfach nur wunderschön? Diese Terrot ist derzeit nicht zugelassen; sie wird mit einer Zulassungsbescheinigung verkauft. Geschichte von Terrot: Obwohl das Unternehmen von Charles Terrot seit 1887 Strickmaschinen herstellte, begann es am Beginn des Jahrhunderts mit der Entwicklung motorisierter Fahrzeuge. Die ersten Motorräder erschienen um 1904, und zwanzig Jahre später war das Unternehmen der führende Motorradhersteller Frankreichs. Dass es zu Beginn teure interne Entwicklungen vermied hatte, hat sicherlich zu ihrem Erfolg beigetragen. Sie bezog gewöhnlich vorgefertigte Motoren, die sie unter Lizenz herstellte. Durch spätere Entwicklungen stellte sie schließlich eigene Motoren her. Bis in die 1920er Jahre dominierten kleine Einzylinder-Motoren, meist der Marke Zedel, mit Rückschlagventil und einem Hubraum von 137 bis 427 cm³. Außerdem wurden V-Motoren von Motosacoche bis 1000 cm³ angeboten, sowie Zweitaktmodelle mit 175 cm³ und 240 cm³. Ab 1923 kam der erste JAP-Einzylindermotor mit Seitenventilen ins Sortiment, gefolgt von einer 500 cm³-Version. Dreigang-Getriebe stammten zunächst von Burman, später von Sturmey-Archer. Das 350 cm³-Modell bot besonders beeindruckende Leistungen. Auf Basis dieses Modells wurden auch ihre eigenen Seitenventil-Einzylinder-Motoren entwickelt: die H/ HSS. Zu beachten ist, dass für den Wettbewerb bestimmte Kopfventil-Motoren wie der HSSL 350 eine separate Getriebeeinheit behielten. Die Supersport-Modelle hießen entsprechend HCP (350 cm³), LCP (175 cm³) und OCP (250 cm³). Ab 1934 wurde eine vierstufige, per Fuß betätigte Getriebe serienmäßig. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Produktion zunächst mit den vor dem Krieg eingeführten 350- und 500-cm³-Modellen wieder auf. Auch wurde eine leichte Maschine mit einem 125 cm³ OHV-Motor eingeführt. 1960 stellte Terrot die Motorradproduktion ein, nachdem mehrere erfolglose Versuche mit 100- und 125-cm³ Rollern sowie einem 175-cm³ OHV-Modell unternommen wurden.











