Beschreibung
Der Type 1 Triking – der Purist der Marke – und eine echte Hommage an die frühen Morgan-Dreiräder, soweit es um Schlichtheit und grundlegende Ergonomie geht. Ein Dreirad zu besitzen stand immer ganz oben auf meiner Bucket List, also wurde zugegriffen, als sich die Gelegenheit bot, das unten stehende Auto zu erwerben. Da ich seit Anfang der 1980er im Race-Car-Engineering involviert bin, bewunderte ich das Design des Triking, besonders den Type 1 mit seinen Ähnlichkeiten zum Lotus-Elan-Vorderrahmen sowie zum Backbone- und Federungskonzept. Das sind alles persönliche Vorlieben, und die minimalistische Statur des Type 1 hat mich sofort angesprochen.
Bei meiner Größe von 5’7” und durchschnittlich bemessenen Füßen ist Komfort und Fahren völlig in Ordnung, aber mein Auto ist nicht für alle mit größeren Parametern als diesen. Was das Auto selbst angeht: Ich habe eine Datei angelegt, die seine interessante frühe Historie beschreibt – mit der Verbindung zwischen Eigentümer/ Bauer und Tony Divey. Ich habe das Auto vom zweiten Besitzer gekauft, einem Freund des ersten, und es waren nach dem Build im Jahr 1985 erst 5800 Meilen drauf. Aber wieder zurück zu persönlicher Vorliebe: Ich wollte das Auto an meinen Geschmack anpassen. Die frühen Morgan-Dreiräder und andere Fahrzeuge dieser Art habe ich immer als eine eher günstige Form des Motorisierens betrachtet – daher wollte ich dieses Aussehen mit noch zurückhaltenderen Trim- und Instrumentenstufen nachbilden.
Außerdem wollte ich periodengerechte Instrumente, Schalter und weitere Bedienelemente integrieren. Schließlich wollte ich die clever konstruierte einteilige Heck-Schürze loswerden, aber mit ihren Anhänger-ähnlichen Rückleuchten – die fand ich nämlich immer, dass sie das Erscheinungsbild wirklich geschmälert haben.
Ein Nachteil des frühen Chassis ist die Notwendigkeit, den Antriebsstrang auszubauen, um einen Ölwechsel zu machen – kaum praxisgerecht. Deshalb haben wir einen entfernbaren Querträger konstruiert, der ungehinderten Zugang zur Ölwanne ermöglicht. Ich habe dabei gerade einen Ölwechsel durchgeführt sowie die Schmierstoffe im Getriebe und im Bevel Drive gewechselt.
Die einteilige obere Abdeckung wird mit 4 Stück Dzus-Schiebeverschlüssen plus 4 Hebegriffen gesichert, wodurch das Abnehmen der Verkleidung erheblich vereinfacht ist.
Die originalen, auf den Naben montierten Kotflügel, deren Streben ständig gebrochen sind, wurden durch fließende, am Karosseriekörper montierte Wings ersetzt.
Aluminium-zeittypische Auspuffboxen sind verbaut, gespeist von Edelstahlrohren von den neu verplatteten/ neu beschichteten Krümmern.
Neue Gas- und Choke-Seilzüge sind montiert.
Eine externe Handbremse kommt zum Einsatz – mit deutlich direkterem Gefühl und klarer Wirkung. Sie betätigt sowohl den vorderen als auch den hinteren Hauptbremszylinder, die ebenfalls von einer neuen und verbesserten Ausgleichsbalken-Konstruktion profitieren.
Die Pedalauflagen sind mit Einsätzen aus erweitertem Metall versehen, um den Grip zu verbessern.
Die Lenkung hat jetzt ein periodisch wirkendes Lenkrad, das dem eines frühen Morgans sehr ähnlich ist. Es ist mit einem Quick-Release-Nabenmodell ausgestattet, das das Ein- und Aussteigen erleichtert und außerdem einen nützlichen Sicherheitsvorteil bietet. Nimm es einfach mit, wenn du das Fahrzeug verlässt – vorausgesetzt, du bekommst es in deine Tasche oder deinen Rucksack, andernfalls lieber lose lassen, wenn du damit zufrieden bist!
Das Gangschalten ist einzigartig: mit einem nahezu am Lenksäulenbereich montierten Hebel – buchstäblich in greifbarer Nähe beim Lenken. Ein hoch, vier runter, mit einer deutlich direkteren Aktion und einem besseren Gefühl als bei der ursprünglichen Ausführung. Aber da es ein Guzzi ist – mit einem landwirtschaftlich angehauchten Getriebetyp – musst du dennoch kräftig durchziehen. Einen Rückwärtsgang gibt es nicht, aber das gehört ja irgendwie zum Charme.
Alle Instrumente und die Schalter sind periodentypisch: Originale Chronometer-Tachometer und -Geschwindigkeitsmesser wurden professionell überholt und korrekt kalibriert. Das Ganze ist in ein maßgefertigtes Armaturenbrett aus massivem Holz und Phenol-Laminat eingebaut.
Das Handschuhfach (Cubby-Box) hat ein leichtes Fach und einen zweifachen USB-Punkt-Ladeanschluss – dezent montiert. Auf dem Armaturenbrett sitzt außerdem der klassische 2-polige Power-Take-Off. Sitze und Rückenlehne wurden neu bezogen, wieder im klassischen Look der 1930er-Ära. Die Bodenbretter sind aus lackiertem Sperrholz, und seitliche Fußraumlüfter wurden ergänzt, um den periodischen Look und die Belüftung zu verbessern. Es gibt wie üblich Stauraum hinter den Sitzen sowie einen Batterie-Trennschalter. Was das Heck angeht: Das Chassis wurde mit Kastenprofil und Aluminiumverkleidung verlängert und so ein nützlicher Kofferraum geschaffen. Der ist groß genug, um alle Hauben, Haubenrahmen und das Tonneau aufzunehmen, die mit dem Auto kommen – plus zusätzlichen Stauraum für weiteres Zubehör. Der Zugang erfolgt über eine hochklappbare obere Abdeckung, ebenfalls aus Aluminium, sowie über eine hintere Kofferraumklappe, die außerdem einen praktischen Korbträger enthält.
Im Kofferraum befindet sich ein größerer Aluminium-Kraftstofftank, mit Schaum ausgefüllt – mit periodentypischem Füllstutzen – sowie ein Heckradschutz (Wheel Hugger). Der Hugger hat eine Zugangsluke, um den Reifendruck zu prüfen.
Der hintere Hugger kann entfernt werden, um den Sperrholz-Kofferraumboden freizugeben, der von sechs Schrauben gehalten wird. So gibt es vollständigen Zugriff auf die Schwinge und das Rad zu Wartungszwecken, falls nötig. Ölwechsel im Bevel-Box-Bereich können durchgeführt werden, ohne eines dieser Teile entfernen zu müssen. Neue, aufgerüstete Hagon-Federdämpfer hinten sind montiert – für eine leicht erhöhte Hinterradhöhe. Außerdem profitiert der Triking von neuen Reifen rundum.
Mechanisch ist das Auto solide, aber es ist kein Concours-Fahrzeug: Man sieht ihm das Alter an einigen Bauteilen an – zum Beispiel bei den Unterboden-/ Wishbone-Platings. Wenn ein neuer Besitzer sich entschieden hätte, diese Punkte zu verbessern, wäre das allerdings relativ einfach.
Ich habe eine umfassende Mappe, in der alles dokumentiert ist, was gekauft wurde.






