Beschreibung
Lancias neuer Kleinwagen, der Appia, debütierte 1953 mit einem ähnlichen Design wie sein großer Bruder, der Aurelia B10. Lancias Tradition der technischen Innovation wird durch den ultrakompakten Motor des Appia verdeutlicht, einen 1. 089 cm3 großen V4-Motor mit engem Winkel (10 Grad). Die schräg stehenden, oben liegenden Ventile befinden sich in halbkugelförmigen Brennkammern und werden von zwei am Block montierten Nockenwellen angetrieben. Die vom Vorkriegs-Aprilia übernommene Fahrgestellkonstruktion wurde beibehalten, ebenso wie Lancias traditionelle vordere Einzelradaufhängung mit Gleitstützen. Neben der Standard-Appia-Limousine wurde eine Reihe von Modellen in limitierter Auflage auf einem separaten Fahrgestell produziert, die von renommierten Karosseriebauern aufgebaut wurden. Pinin Farina (später Pininfarina) entwarf das Coupé, Vignale das Cabriolet und Zagato das GT-Coupé. Die sportlicheren Appias mit leichter Karosserie erreichten dank einer auf 53 PS gesteigerten Motorleistung eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Dieses seltene und begehrenswerte Appia Cabriolet hat eine elegante Karosserie von Carrozzeria Vignale. Die 1948 von Alfredo Vignale, einem der berühmtesten Karosseriebauer Italiens, gegründete Carrozzeria Vignale hat mit erfolgreichen Projekten auf Fahrgestellen wie dem FIAT Topolino in der Vorkriegszeit Geschichte geschrieben. Als Privilegierter von Enzo Ferrari in den ersten Jahren von Maranello entwarf Vignale auch Autos für Lancia und Maserati, bevor er in den 1960er Jahren in den unabhängigen Automobilbau einstieg. Dieses Exemplar, eine sehr seltene S-Version, wurde 2002 aus Frankreich importiert und vollständig restauriert. Es hat seitdem nur 55 km zurückgelegt und befindet sich in einem außergewöhnlich guten Zustand, sowohl was die Karosserie, das Fahrgestell, den Innenraum als auch die Mechanik betrifft. Es ist mit einem Nardi-Lenkrad ausgestattet und wird von einer vollständigen technischen Dokumentation begleitet.











