Beschreibung
Nach dem Ersten Weltkrieg revolutionierte Opel sein Werk in Rüsselsheim, indem es eine Ford-ähnliche bewegliche Fließbandproduktion einführte und sich auf ein einziges Modell konzentrierte — den Laubfrosch (“treefrog”), ein vom Citroën 5CV inspiriertes Leichtauto, das 1924 auf den Markt kam. Die Strategie erwies sich als transformationsreich, und bis zum Ende der 1920er Jahre war Opel der größte Autohersteller Deutschlands.
Bis 1936 hatte sich der Laubfrosch zu dem kantigeren P4 weiterentwickelt, der bald vom vorausschauenden Kadett abgelöst wurde. Entwickelt unter dem Einfluss von General Motors, verfügte der Kadett über eine Einheitbauweise und moderne Technik. Während er mechanisch dem P4 ähnelte, bot er Raffinessen wie einen 1. 074 ccm großen Seitenventil-Vierzylinder-Motor, hydraulische Bremsen und — in der Master-Ausstattung — eine unabhängige Vorderradaufhängung.
Das hier angebotene Exemplar ist ein Kadett Cabriolet, vor einigen Jahren restauriert und seither in langfristiger Lagerung. Prunkvoll lackiert, präsentiert es sich recht gut, doch wie bei allen eingelagerten Autos wird es wahrscheinlich einer Wiederinbetriebnahme bedürfen, bevor es regelmäßig genutzt werden kann. Das Fahrzeug startet und läuft, schaltet die Gänge flüssig ein und bremst zuverlässig.
Begleitet von einem deutschsprachigen Eigentümerhandbuch und einem Swansea-V5-Dokument, stellt dieser seltene Zeitzeuge ein charmantes Stück preußisch-vor dem Krieg deutscher Mobilität ab dar.















