Beschreibung
Dieses Modell, das letzte der in Coventry gebauten Lea-Francis-Autos, war mit einem drehmomentstarken 2, 5-Liter-"Big Four"-Motor ausgestattet, der 108 PS bei 4. 000 Umdrehungen pro Minute leistete und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 90 MPH erreichte. Da die Produktionskosten für diese hochwertigen Fahrzeuge jedoch immer weiter stiegen, wurde die Fertigung Ende 1953 nach nur 78 Exemplaren endgültig eingestellt. Die Qualität dieser sehr exklusiven Sportwagen spiegelt sich jedoch in der Zahl der heute noch existierenden Exemplare wider - mehr als 50 %, was eine höhere Überlebensrate als bei jedem anderen Fahrzeug dieser Zeit bedeutet. Dieses Exemplar mit der Fahrgestellnummer 5160 diente zunächst als Test- und Vorführwagen für die Lea-Francis-Werke.
Im Jahr 1953 wurde der Wagen für das 1000-Meilen-Rennen vorbereitet, aber aus unbekannten Gründen zurückgezogen, komplett neu in Betrieb genommen, in Old English White neu lackiert und privat verkauft. Eine vollständige Besitzerhistorie des Wagens ist im 2, 5-Liter-Sportregister zu finden, und der Wagen wird mit einer umfangreichen Historienakte mit Fahrtenbuch und einigen sehr frühen Rechnungen geliefert. Der Wagen profitiert von einer Totalrestaurierung der Karosserie, die zwischen 2011 und 2015 durchgeführt wurde und nach der der Wagen nur sehr sparsam gefahren wurde (ca. 1500 Meilen). Diese Restaurierung zielte darauf ab, das Auto so original wie möglich zu erhalten, beinhaltete aber auch einige nützliche Verbesserungen wie eine Lichtmaschine (im originalen Dynamo-Gehäuse) und einen effizienteren Kühlerkern. 2020 wurde das Auto erneut einer umfassenden Motorüberholung unterzogen (die auch eine vollständige Neuverkabelung, Bremsen-, Kupplungs-/ Getriebe- und Aufhängungswartung umfasste) und ist nun wieder zu 100 % fahrbereit.
Wie alle 2, 5-Liter-L-F-Fahrzeuge beschleunigt und fährt dieses Auto überraschend schnell, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/ h und ist dennoch sehr komfortabel und für lange Fahrten geeignet, wobei es problemlos mit dem modernen Verkehr Schritt halten kann. Die Nachkriegsproduktion von Lea-Francis wurde 1946 mit aktualisierten Fahrzeugen wieder aufgenommen, die auf den Vorkriegsmodellen basierten. Die neu entworfenen "14 PS"-Limousinen und -Sportwagen waren sehr beliebt, wenn auch teuer, da sie in Handarbeit hergestellt wurden, im Gegensatz zu ihrem Hauptkonkurrenten, dem Jaguar XK, der in Massenproduktion hergestellt wurde und zu einem niedrigeren Preis angeboten werden konnte. Dennoch wurde 1950 ein verbesserter offener Sportwagen mit größerem Motor, aufklappbaren Fenstern, Einzelradaufhängung vorne, hydraulischen Vorderbremsen und anderen Raffinessen eingeführt.







