Beschreibung
Der Rolls-Royce Phantom VI mit der Fahrgestellnummer PRH4622 wurde 1971 als Teil einer exklusiven, auf 374 Exemplare limitierten Serie hergestellt, die zwischen 1968 und 1990 produziert wurde. Dieses Modell stellte damals den Höhepunkt des britischen Luxusautomobils dar, das für zeremonielle Zwecke und den Transport von hohen Würdenträgern, königlichen Familien und prominenten Persönlichkeiten konzipiert war. Der Phantom VI war eine direkte Weiterentwicklung des Phantom V, der seine monumentale ästhetische Präsenz beibehielt und gleichzeitig bemerkenswerte mechanische Verbesserungen aufwies. Der PRH4622 verfügt über einen V8-Motor mit 6. 230 cm³ (6, 2 Liter), der von zwei SU-Vergasern gespeist wird und an ein Viergang-Automatikgetriebe gekoppelt ist. Dieser Antriebsstrang in Verbindung mit Trommelbremsen an allen vier Rädern und einer vorderen Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern (sowie einer hinteren Starrachse mit Blattfedern) sorgte für ein sanftes und majestätisches Fahrverhalten - ganz im Sinne der Markenphilosophie. Wie alle Modelle seiner Generation wurde auch dieser Phantom VI auf einem separaten Fahrgestell aufgebaut, was eine große Flexibilität bei der Anpassung der Karosserie an die Wünsche des Kunden ermöglichte. Die Karosserie des PRH4622 wurde von Mulliner Park Ward gefertigt, einer der historischen Karosseriebaufirmen von Rolls-Royce, die sich auf große Luxuslimousinen spezialisiert hat. Sein Design behielt die klassischen, zurückhaltenden Linien des Phantom V bei, mit einer Gesamtlänge von fast sechs Metern und handwerklicher Liebe zum Detail in der Konstruktion, im Interieur und in der Verarbeitung. PRH4622 war als vollständig geschlossene Limousine konzipiert, und es gibt keine Hinweise darauf, dass er jemals in eine Landaulet-, Cabrio- oder gepanzerte Version umgebaut wurde. Im Gegensatz zu den gepanzerten Alpha-Varianten oder den seltenen Cabrio-Exemplaren blieb dieser Wagen innerhalb der traditionellen Konstruktionsgrenzen des Modells, und es wurden keine strukturellen Änderungen verzeichnet. Es gibt auch keine öffentlichen Aufzeichnungen, die darauf hindeuten, dass dieses Fahrzeug einer Regierung, einem Königshaus oder einer bedeutenden Persönlichkeit des öffentlichen Lebens gehörte. Historisch gesehen wurde der Phantom VI von der britischen Königsfamilie sowie von anderen Königshäusern und Staatsoberhäuptern genutzt. Er war der letzte Rolls-Royce, der auf einem eigenen Fahrgestell gebaut wurde, und markierte das Ende einer Ära vor der Einführung des Phantom VII im Jahr 2003. Sein majestätischer Charakter, sein außergewöhnlicher Grad an Individualisierung und seine handwerkliche Ausführung machten ihn zu einem Symbol für Eleganz und Exklusivität. Die überprüfte Geschichte des PRH4622 bestätigt, dass er mehrere Jahrzehnte lang in Privatbesitz blieb. Sein einziger öffentlich dokumentierter Auftritt war bei einer Auktion in Oxford im Jahr 2010. Seitdem sind keine offiziellen Details über Restaurierungen, Modifikationen oder Besitzerwechsel aufgetaucht, was darauf hindeutet, dass er sich wahrscheinlich in den Händen eines Sammlers oder Enthusiasten befindet, der die für solche Fahrzeuge typische Diskretion schätzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Rolls-Royce Phantom VI PRH4622 ein authentisches Beispiel für klassischen britischen Luxus ist, der 1971 mit handwerklicher Präzision gebaut, von einem V8-Motor mit großem Hubraum angetrieben und mit einer imposanten und raffinierten Mulliner Park Ward-Karosserie ausgestattet wurde. Seine vollständig verifizierte Geschichte macht ihn zu einem repräsentativen Stück der letzten großen Ära traditioneller Rolls-Royce Handwerkskunst vor der Moderne.























