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1975 Porsche 911 930 Turbo Le Mans Class Winner

  • Linkslenker
  • 64,000 Kilometer
  • Handschaltgetriebe, 4 Gänge
  • Benzin
  • 3000cc
  • 1975
  • 6POR
  • Weiß
  • Händler
  • GB
    Winchester, Vereinigtes Königreich

Beschreibung

Das Road Car, das Le Mans eroberte – und der erste turboaufgeladene Porsche überhaupt, der seine Klasse in Le Mans gewann.

Anfang 1975 stand ein weißer Porsche 911 Turbo 3. 0 unter den grellen Lichtern der 1975er Geneva Motor Show. Es war einer der allerersten serienmäßigen Turbos, die jemals gebaut wurden – Fahrgestell the details below (in der speziellen „exhibition show car“-Spezifikation mit McLaughlan-Karositzen) – und für die meisten war es schlicht ein erster Blick in die Zukunft schneller Straßensportwagen. Niemand hätte ahnen können, dass dieses exakt gleiche Auto nur wenige Monate später seine Klasse im weltgrößten Langstreckenrennen gewinnen würde.

Nach der Messe wurde das Fahrzeug über den Haberthür-Garagenbetrieb in die Schweiz zu seinem ersten Besitzer geliefert: Max Kläy, einem bestens bekannten Porsche-Händler mit Rennsport-Hintergrund. Zu dieser Zeit bereitete sich das Haberthür-Team auf die 24 Stunden von Le Mans 1975 vor und plante die Teilnahme mit zwei eigens aufgebauten 911 RSR-Rennwagen. Doch kurz vor dem Event wurde einer dieser Wagen überraschend verkauft. Plötzlich hatte das Team ein Problem – einen Fahrer-Plan, aber keinen Wagen.

Die Lösung war ebenso kühn wie unwahrscheinlich. Kläy erklärte sich bereit, seinen nagelneuen 930 Turbo zu leihen. Was folgte, war ein hektischer und zugleich kreativer Umbau vom Straßensportwagen zum Le-Mans-Renner. Die Fahrer Claude Haldi und Peter Zbinden, zusammen mit Mechaniker Roger Lambelet, bereiteten das Auto mit dem besten Porsche-Rennwissen vor, das sie aufbringen konnten. Der Turbo wurde auf rund 350 PS gebracht – man ging davon aus, dass dabei experimentelle Komponenten zum Einsatz kamen, die gemeinsam mit dem entstehenden Porsche-Rennprogramm entwickelt wurden. Ein vollständiger Überrollkäfig wurde eingebaut, zwei Rennsitze, die Aufhängung fein abgestimmt und zusätzliche Kühlung sowie Beleuchtung für den Langstreckeneinsatz ergänzt. Doch im Kern blieb er unüberkennbar ein Straßensportwagen: Er behielt sein Vierganggetriebe mit langen Übersetzungen und das Bremssystem, das schon bald an seine absoluten Grenzen – und darüber hinaus – gebracht werden sollte. Im Innenraum blieb ansonsten nahezu alles original, und die serienmäßigen Tartansitzen vorne blieben als Originalteile stets im Auto bzw. in den Ersatzteilen.

Als der Wagen in Le Mans startete, zeigte er sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen. Auf der langen Mulsanne-Geraden war er erstaunlich schnell und zog mit seiner turboaufgeladenen Leistung an den Konkurrenten vorbei – allerdings hielten die Bremsen dem gnadenlosen Anspruch eines 24-Stunden-Rennens nicht stand. Mit jeder verstrichenen Stunde passte sich das Team an, improvisierte und brachte das Auto ins Ziel. Insgesamt mussten die Bremsen drei Mal gewechselt werden. In einer Phase griff man sogar auf einen 911 eines Zuschauers im Fahrerlager zurück und lieh sich Teile, nur um den Wagen im Rennen zu halten. Das war Ausdauer-Rennsport in seiner reinsten Form.

Und trotzdem lief das Auto weiter.

Nach 24 Stunden und fast 4. 000 Kilometern war das Ergebnis außergewöhnlich. Der weiße, tartangefarbene Turbo überquerte als Erster die Ziellinie in seiner Klasse und als Fünfzehnter insgesamt. Damit war er der erste turboaufgeladene Porsche, der seine Klasse in Le Mans gewann.

Nach Le Mans kehrte das Auto still in die Schweiz zurück – mit den Spuren seiner bemerkenswerten Leistung. 1976 wurde es an Walter Pauli verkauft, einen versierten Fahrer, der es anschließend 41 Jahre lang behalten sollte.

Was diesen Wagen so besonders macht, ist nicht nur, dass er völlig einzigartig ist, sondern auch, wofür er steht: ein wirklich besonderes Juwel in der Krone des turboaufgeladenen Porsche-Erbes im Motorsport auf der Langstrecke. Er ist einer der frühesten 911 Turbo überhaupt, und das einzige straßenzulassungsfähige Exemplar seiner Art, das seine Klasse in Le Mans gewinnen konnte. Vor allem aber ist er eine Erinnerung an eine andere Ära – eine Zeit, in der Rennen weniger planbar waren und in der Pioniergeister mit einem nahezu seriennahen Straßensportwagen in Le Mans auftauchen konnten und unter den richtigen Umständen zu Siegern werden.

Er besitzt noch völlig passende Fahrgestell-Nummern, und praktisch jedes einzelne Teil am Auto war 1975 in Le Mans dabei.

Das Auto war nie auf dem offenen Markt – bis heute.

Fahrzeug-Hintergrund

Ist das Fahrzeug zu irgendeinem Zeitpunkt importiert worden?

Ja

Bestehen noch finanzielle Verbindlichkeiten?

Nein

Wurde das Fahrzeug jemals als Totalschaden gemeldet?

Nein

Gab es jemals größere strukturelle Schäden, die repariert werden mussten?

Nein

Händler

1 angebot seit 2026

Standort des Fahrzeugs

Winchester, Hampshire, Vereinigtes Königreich
Anfahrtsbeschreibung

Anzeigen Details

Anzeigentyp:
Kaufen Bei
Kategorie:
Oldtimer
Region:
Hampshire
Referenznummer:
C2095824
Aufgelistet am:
19/06/2026
Jahr:
1975
Farbe:
Weiß
Verkäufertyp:
Händler

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