Beschreibung
« Baby-Brousse » … so war der amüsante Spitzname des leichten Jeeps, basierend auf der 2CV, entworfen von zwei französischen Industriellen, die in der Elfenbeinküste ansässig waren, 1963. Als sehr gelungen bewertet und vor allem als Antwort auf eine echte Nachfrage, wird dieses Prototyp 30. 000 Exemplare gefertigt werden. Vor diesem, hatte ein französischer Restaurateur, Maurice Delignon, Ende der 50er Jahre in Abidjan eine 2CV Jeep-Variante mit Karosserieteilen vom Citroën Typ H realisiert.
Diese verschiedenen Vorläufer veranlassten Citroën dazu, in Großserie ein Nutz- und Freizeitfahrzeug zu lancieren, auf der Spur des von amerikanischen Buggy-Piloten erschlossenen Marktnischen. Basierend auf dem Chassis und der Mechanik einer Dyane 6, inaugurierte die Karosserie das ABS-Material, in der Masse eingefärbt und resistent gegen leichte Stöße. Sie ist vorne und hinten an einem tubulären Gitter an Metallrahmen verschraubt.
Die Vorstellung der Méhari fand also am Golfplatz von Deauville am 11. Mai 1968 statt … sie ging völlig unter im Angesicht der Ereignisse des Frühjahrs 68! So wurden in jenem ersten Jahr lediglich 837 Exemplare produziert, doch die Verkäufe explodierten bereits 1969 (12624 Exemplare) und blieben etwa ein Jahrzehnt auf diesem Niveau. Das Phänomen „Flowers Power“, die Praktikabilität, die Vielseitigkeit des Autos, ihr sympathischer Look machten sie zum Liebling aller Gesellschaftsschichten, von Landklassen bis zu den schicken Villen am Meer.
Sie blieb bis 1987 im Sortiment des Herstellers, doch ihre Produktion wurde ab 1985 erheblich verlangsamt, die Version „Azur“ sorgte für den Abverkauf der letzten Modelle. Letztlich erst nach diesem Datum wird sie zu einer echten Ikone der französischen Automobilproduktion.
Das Auto hat sich in seiner 19-jährigen Karriere wenig weiterentwickelt: Vor allem sei der Doppelmanometer bemerkt, das für das Modell 1979 eingeführt wurde, abstammend von der LN, sowie der Doppelnockenvergaser, der die Leistung von 26 auf 29 PS DIN befeuerte!
Die Méhari, die wir Ihnen heute vorstellen, ist ein Modell, das in Frankreich im Oktober 1975 ausgeliefert wurde, Baujahr 1976 also. Es ist das erste Produktionsjahr des Tibesti-Grüns, das unser Modell schmückt. Sie hatte nur zwei Besitzer, der aktuelle erwarb sie im Juli 1982. Folglich ist sie seit 43 Jahren in der warmen Garage des Familienhauses in der Nähe von Biarritz untergebracht, wo sie morgens zum Einkaufen hinging und abends ein paar Fahrten am Ozean entlang unternahm.
Sie hat in 50 Jahren 71000 km zurückgelegt. 2012 wurden zahlreiche Arbeiten durchgeführt, darunter die Renovierung des Chassis, der Karosserie, sowie ein neuer Verdeck des Cassis-Clubs. Sie wurde 2020 mit 4 neuen Reifen ausgestattet und seitdem nur noch wenige hundert Kilometer gefahren. Wir haben die Batterie ersetzt und den Anlasser neu gemacht. Die Überprüfung wird vor der Lieferung sowie die Hauptuntersuchung durchgeführt.
Dieses Méhari, obwohl es auf der Zulassungsbescheinigung zwei Sitzplätze hat, kann mit vier Personen an Bord verwendet werden, da gemäß Ministerialverfügung 8725 vom 13. 03. 1987 „der gelegentliche Transport einer höheren Personenzahl als die auf dem Fahrzeugbrief angegebenen Platzanzahl gestattet ist … vorausgesetzt, die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts (PTAC) und der Straßenverkehrsordnung für Fahrzeuge, die vor dem 01. 04. 1987 in Verkehr gesetzt wurden.“ Zusätzlich erwähnen wir, dass es unbedingt dem Versicherer gemeldet werden muss.
So bietet sich in diesem Erhaltungszustand und mit seiner schönen Nachverfolgbarkeit eine echte Chance, zu einem noch erschwinglichen Preis mit dem Auto zu fahren, das Ihnen die höchste Sympathie-Bewertung bei einem Autofahrer sichert!











