Beschreibung
Fahrzeugbeschreibung
Buick Motor Company, Detroit, Michigan, Vereinigte Staaten
Harry Butcher, Wilmington, Illinois, Vereinigte Staaten
1929 Buick Master Butcher Indianapolis Special
Motor: Straight-8, ca. 100 PS, 4500 cm³
Bohrung: 77, 79 mm, Hub: 117, 48 mm
Kraftstoffzufuhr: 4x Stromberg 97 (81)
Vorderachsspurweite: 1530 mm, Hinterachsspurweite: 1580 mm
Höhe: 1270 mm, Radstand: 3230 mm
Gesamtlänge: 4850 mm, Breite: 1820 mm
Derzeitiger FIVA-Status
Über Harry Butcher
Harry Butcher war Geschäftsmann und lokaler Politiker, geboren am 21. März 1895 in Wilmington, Illinois. Er verstarb am 18. Juni 1942. Butcher, auch bekannt als Hank, arbeitete zunächst als Mechaniker. Gemeinsam mit seinem Bruder James, der in Indianapolis als sein Rennmechaniker fungierte, bauten Harry die Butcher Brothers Special. Dieses Auto war mit einem leistungsstarken Buick-Motor ausgestattet, der es Harry ermöglichte, an zahlreichen Veranstaltungen teilzunehmen, darunter zwei Rennen bei den Indianapolis 500. Sein bestes Ergebnis war der 14. Platz im Jahr 1930.
Im Jahr 1929 konnte das Auto sich nicht für die Startaufstellung qualifizieren, und 1931 musste Harry nach nur sechs Runden wegen einer Kollision mit Joe Russos beschädigtem Dodge aufgeben. Trotz dessen brachte seine Sportsmanship ihm eine Sonderauszeichnung ein.
Der 1929 Buick Master Butcher Indianapolis Special
Dieses Auto war der erste Special, der 1929 von Harry gebaut wurde, kam jedoch nie auf die Startaufstellung in Indianapolis. Dennoch zeigte es seine Fähigkeiten in verschiedenen Tests. Im Laufe der Jahre durchlief der Wagen mehrere Auf- und Umbaumaßnahmen. Ursprünglich mit einem Reihensechszylinder ausgerüstet, wurde er 1932 auf einen Reiheneightzylinder aufgerüstet und 1936 von Butcher verkauft.
Wichtige Meilensteine
13. Februar 1929: Lieferung eines Buick Master-Rahmens mit Reihensechszylinder-Motor an Harry Butcher von Henry Geise (Buick-Händler in Quincy, Illinois).
1929: Der Indianapolis-Körper wurde gebaut (Rahmen verengt), doch das Auto trat nicht dem Rennen an.
1932: Einbau eines Buick 272 cu in Reiheneight-Motors.
1936: Butcher gab das Auto an Henry Geise zurück und tauschte es gegen einen Buick Century Series 60 ein.
1955: Henry Geise, der älteste amerikanische Buick-Händler (bis 2006 tätig), verkaufte das Auto an die Schmiede GmbH in Wien, Österreich, wo es als Filmbarkeits-Requisit verwendet wurde.
1961: Erwerb durch einen oberösterreichischen Sammler.
Anfang der 1970er Jahre: Das Auto erhielt eine Einzelgenehmigung für Straßennutzung in Österreich und blieb bis 2005 in derselben Familie.
2005: Erwerb durch den jetzigen Besitzer, der es fahrbereit restaurierte und so originalgetreu wie möglich belassen wurde. Die Restaurierung wurde Anfang 2022 abgeschlossen.
Modifikationen für Rallyeeinsatz
Um das Auto rallytauglich zu machen, wurden folgende Änderungen vorgenommen:
- 12V-Konversion mit einem Drehstromgenerator
- 5-Gänge-LIMA-Getriebe (ersetzt das ursprüngliche 2-Gang-Getriebe, das weiterhin vorhanden ist)
- Verbesserter Kühler mit doppelter Lüftereinheit und einer elektrischen Wasserpumpe (Originalkomponenten erhalten)
- Mechanisches Feuerlöschsystem
- Klappbare Windschutzscheibe mit Notdach
Trotz dieser Updates wurde darauf geachtet, dass alle Änderungen periodengerecht sind.
Aktuelle Nutzung
Das Auto nahm 2024 erfolgreich an der Südsteiermark Classic und der Ennstal Classic teil und legte insgesamt 2000 Kilometer problemlos zurück. Alle kleinen Probleme wurden behoben, so dass es bereit ist, an vielen weiteren klassischen Autoveranstaltungen teilzunehmen.











