Beschreibung
Eine der feinsten Limousinen ihrer Epoche
Kürzlich umfassend auf hohem Standard restauriert
Originalzustand gemäß Seriennummern, auffälliges Dunkelrot über beigem Lederinterieur
Im August 1961 wurde eine Cabriolet-Variante des 220 SEb präsentiert, die im Wesentlichen dem Coupé-Variante entsprach, abgesehen vom fehlenden Dach und der erforderlichen Karosseriestrukturversteifung. Dieses elegante und repräsentative Modell wurde zum Nachfolger der Cabriolet-Variante der 128er Baureihe, die nach Oktober 1960 nicht mehr produziert wurde. Aus technischer und stilistischer Sicht ließ sich das neue Modell vom 220 SEb Limousine ableiten, der im August 1959 vorgestellt wurde und ebenfalls der Modellreihe 111 zugeordnet wurde. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern waren die Coupé- und Cabriolet-Varianten als vollwertige Viersitzer geplant. Sie basierten auf dem Chassis der Limousine; der Radstand blieb unverändert. Zwar waren die Heckflossen, die bei der Präsentation der 220 b - 220 SEb-Modelle für Aufsehen gesorgt hatten, nun nur noch rudimentär sichtbar, dennoch hatten Cabriolets und Limousinen viele stilistische Gemeinsamkeiten. Dass also kein einziges Bauteil des Viertürer-Modells auch nur für das Cabriolet verwendet werden konnte, macht die Sache umso überraschender.
Im Laufe der Jahre wurden neue Modelle mit sukzessiv größeren Motoren eingeführt; Spitzenmodell bis 1968 war der luxuriöse 300 SE, der sogar seinen eigenen Modellcode 112 erhielt, um ihn von seinen schwächeren Geschwistern zu trennen. Die Karosserien der entsprechenden 220 SEb-Varianten wurden mit zusätzlichen dekorativen Elementen veredelt und mit der Technik des Typ 300 SE kombiniert. So verfügten diese neuen exklusiven Modelle über eine ganze Reihe technischer Details. Zur Grundausstattung gehörten ein 3, 0-Liter-Leichtmetallmotor, 4-Gang-Automatikgetriebe, Bremskraftverstärkereinheit, Luftfederung und Zweikreis-Bremsen mit Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad. Ergänzend gab es Chromzierde in Form eines von Scheinwerfern bis zu den Rückleuchten verlaufenden Chromleistenstreifens entlang des Längsprofils sowie markante Dekorleisten an Front- und Heck-Radläufen.
Januar 1968 markierte das Debüt des 280 SE Modells, das einen neu entwickelten 2, 8-Liter-Motor mit 160 PS hatte und zum Nachfolger des 250 SE wurde. Dieser Generationswechsel betraf nicht nur die Limousine, sondern auch die zwei- bzw. viertürigen Varianten. Abgesehen vom neuen Motor änderten sich bei Coupé und Cabriolet nur wenige Details; wie die Limousine erhielten beide flachere, einteilige Dekorfelgen mit integrierter Bosskappe. Gleichzeitig mit den 2, 5-Liter-Modellen wurde die Produktion des Typ 300 SE Coupé und Cabriolet eingestellt. Es gab keinen unmittelbaren Nachfolger, aber das war auch nicht wirklich notwendig, da die Motorleistung der 2, 8-Liter-Versionen nur 10 PS geringer war und dieselbe Fahrleistung aufgrund des geringeren Gewichts erzielt wurde.
Im September 1969 wurden die leistungsstärkeren 280 SE 3. 5 Coupé- und Cabriolet-Modelle vorgestellt. Der völlig neue 3, 5-Liter-V8-Motor mit 200 PS war sehr leise und geschmeidig und machte Sportwagenleistung möglich. Der 280 SE blieb im Programm, und in den späten Jahren der W111-Cabriolet-Produktion waren dies die beiden Motorvarianten.
In Sindelfingen entstanden insgesamt 2. 918 Coupés und 7. 013 Cabriolets dieser Baureihe. Die exklusivste Version war das 300 SE Cabriolet mit 708 produzierten Einheiten, gefolgt vom 250 SE Cabriolet (954 Einheiten), dem 280 SE 3. 5 Cabriolet (1. 232 Einheiten) und dem 280 SE Cabriolet (1. 390 Einheiten). Das 220 SEb Coupé erreichte mit 14. 173 Einheiten das höchste Produktionsvolumen. Für Cabriolets war keine Ablösung vorgesehen; Mercedes-Fahrer mussten sich mit dem Zweisitzer SL begnügen.
Dieses Mercedes-Benz 280 SE Cabriolet
Die Datenplakette im Motorraum weist dieses Exemplar aus auf:
426: Servolenkung und Automatikgetriebe mit Bodenschaltung
491: US-Version
503: Außenspiegel rechts
542: Lackcode Dark Red (Glasurit)
Außerdem liefert die ursprüngliche Mercedes-Datenkarte zusätzliche detaillierte Informationen:
Datiert 3. Oktober 1968 (Modelljahr 1969)
Innenausstattungs-Code 249: Bambus mit braunen Teppichen
Schwarze Stoffpannendach-Code 740
Motor mit übereinstimmenden Nummern
Was über die Geschichte des Autos bekannt ist: Es war von 1992 bis 2014 bei einem einzigen Besitzer in Florida registriert. Danach wurde es von einem niederländischen Klassiker-Spezialisten erworben und nach Europa importiert. Kurz darauf verkaufte dieser Spezialist das Fahrzeug an einen deutschen Mercedes-Händler. Eine umfassende Restauration folgte, einschließlich Karosserie, Lack, Mechanik, Elektrik und Innenraum. Die Dokumentation aus dem Jahr 2017 zeigt, dass das restaurierte Fahrzeug die strenge Prüfung in Deutschland bestand und als Oldtimer zugelassen wurde.
Seit Abschluss der Restaurierung hat das Auto wenig genutzt und komt auf rund 1. 000 km. Wir haben kürzlich eine vollständige Inspektion und eine Probefahrt durchgeführt. Da wir selbst klassische Mercedes restaurieren, können wir die Qualität der Restaurierung bestätigen. Sie wurde auf hohem Niveau durchgeführt










