Beschreibung
Morris Cowley Einzel-Sitzer Rennwagen, 1926
Chassis-Nummer D126134
Motornummer: 126134 (CE 2601 Typ)
Baujahr: 1926
Hubraum: 1802 ccm
Möchten Sie am 100-jährigen Jubiläum des berühmtesten Klausenrennens (Klausen-Bergauf-Rennen) teilnehmen? Hier ist das Auto für Sie:
Seltene Gelegenheit, einen einzigartigen, historisch bedeutsamen Rennwagen zu kaufen. Dieser Morris Single Seater wurde vom kanadischen Rennlegende Lloyd Shaw basierend auf einem Chassis von 1926 Cowley (matching numbers) gebaut. Das Auto wurde in verschiedenen Dirt-Track-Rennen gefahren. Zum Beispiel 1934 in Leamington, wo Shaw den dritten Platz belegte und das Consolation-Rennen gewann. Das Auto wurde für Bergrennen adaptiert und war erfolgreich in der Schweiz und Österreich, z. B. beim Klausenrennen und beim Grossglockner GP.
Der Wagen wurde umfassend überholt und gut instand gehalten, einschließlich Motorüberholung, Bremsen (zusätzliche hydraulische Bremsen vorne für die MoT-Zulassung), Lenkung, Dynastarter, Magnetzündung, Vergaser, größerer Treibstoffbehälter usw.
Sitzposition ist eher eng und das Lenkrad muss zum Einsteigen abgenommen werden. Daher sollten Sie größer als 182 cm nicht sein, um den Wagen zu fahren. Tatsächlich wäre er perfekt für Frauen.
Bereit zum Rennen und um Lloyd Shaws erfolgreiche Rennkarriere beim Klausenrennen 2027 fortzusetzen!Der Morris Cowley Single Seater Rennwagen wurde vom bekannten kanadischen NASCAR-Rennfahrer Lloyd Shaw (1912 – 1983) gebaut und in den Dreissiger Jahren auf Speedways in Leamington, Chatham und Sarnia eingesetzt. Lloyd Shaw war nicht nur ein hervorragender Fahrer, sondern auch ein begnadeter Erbauer von Rennwagen: So ist er der einzige kanadische NASCAR-Fahrer, dem es je gelungen ist, eine Poleposition zu erreichen. Während seiner aktiven Karriere hat er zahlreiche Rennwagen auf verschiedenen Fahrgestellen gebaut. Der Morris Cowley Single Seater von 1926 ist einer der ersten. Dank seiner grossen Verdienste um den Automobilrennsport und seiner zahlreichen Erfolge, wurde Lloyd Shaw in die Canadian Motorsport Hall of Fame aufgenommen. Lloyd Shaw war Mitglied des Toronto Racing Drivers Club und fuhr die Startnummer 12, die der Rennwagen noch heute trägt. Lloyd Shaw war im Jahre 1938 Rekordhalter über eine halbe Meile. Die Dreissiger Jahre waren eine erste Blütezeit des Autorennsports, während der viele Rennwagen auf im Eigenbau auf bestehenden Fahrgestellen aufgebaut wurden. Insbesondere die sogenannte „Midget-Class“ (midget = Zwerg) wurde in den Dreissigerjahren sehr populär, da es sich im Gegensatz zu den grossen Werkswagen nun auch Privatpersonen leisten konnten, in kleineren Rennfahrzeugen an den Wochenenden Rennen auf Rundstrecken zu fahren. Die kleineren Fahrzeuge waren nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt und Transport wesentlich billiger, so dass sie ihre grossen Brüder („big cars“) in der Beliebtheit bald einmal ausstachen. Midget Rennen sind bis heute ein in USA, Australien und Kanada beliebter und populärer Rennsport. Bei Shaws erstem Eigenbau schaute der Kühler – vermutlich aus Gewichtverteilungsgründen – nach hinten. Das Design bewährte sich aber aus naheliegenden Gründen wegen Überhitzung nicht. Sein zweites Fahrzeug ist das vorliegende. Lloyd Shaw fuhr den Morris erfolgreich während einer Saison im Jahre 1934, wandte sich dann aber stärker motorisierten Fahrzeugen zu. Überliefert ist die Teilnahme an der Leamington Fair im September 1934, bei der Shaw in einem Lauf Dritter wurde und schliesslich den „Consolation-Lauf“ gewann. Mitte 1950 zog sich Shaw aus dem Rennsport zurück. 1983 verstarb er. Lloyd Shaw’s dritter Wagen basiert auf einem Ford Chassis und trug den Namen „Melvin Shaw Special“. Dieser Wagen muss sehr erfolgreich gewesen sein, wurde er, wie das Photo zeigt. auch noch im Jahre 1941 gefahren. Das für den zweiten Rennwagen verwendete Morris Cowley Fahrgestell muss eine recht populäre Basis für den Bau von Rennwagen gewesen sein, wie zahlreiche zeitgenössische Bilder mit dem typischen, abgerundeten Kühler vermuten lassen. uswahl zeitgenössischer Abbildungen von Speedway Cars, dem Kühler nach auf Morris Cowley Basis aufgebaut.
Der Lloyd Shaw Rennwagen basiert auf einem Morris Cowley Bullnose Chassis und verfügt über den ursprünglich von Hotchkiss bezogenen, anschliessend in Lizenz von Morris Engines Ltd., Coventry hergestellten, vier Zylinder, 1802 ccm Motor (Type CE). Der Kühlerdeckel des Lloyd Shaw Racing Cars weist noch den originalen Wilmot Calormeter auf. Diese Fahrzeuge verfügten in der einfacheren Version lediglich über Hinterradbremsen. Vorderbremsen waren nur als Option erhältlich. Aus Sicherheitsgründen wurden kürzlich Vorderradbremsen nachgerüstet. Der Motorblock besteht aus Grauguss, während die Pleuel aus Aluminium gegossen sind. Zur Versorgung mit Oel weisen die Pleuel kleine Schaufeln auf, die bei jeder Umdrehung Oel aus einer Oelsenke im Schwallblech auf die Lager schaufeln.
Die Kupplung läuft im gleichen Oel wie der Motor und weist zwei Scheiben mit einer Vielzahl von Korkelementen auf. Beim Getriebe handelt es sich um ein 3-Gang Getriebe mit der Rennwagen typischen Anordnung des Rückwärtsganges vorne links. Die Benzinpumpe funktioniert manuell. Typisch für die Morris Cowley Modelle ist auch der mit der Lichtmaschine kombinierte Anlasser (Dynastarter, nach Morris Terminologie „Dynamotor“ genannt), der auch bei Lloyd Shaws Rennwagen eingesetzt wird. Die Zündung erfolgt über einen Zündmagneten von American Bosch, der über eine Hardyscheibe von der Kurbelwelle angetrieben wird. Die Verwendung eines Zündmagneten der amerikanischen Tochtergesellschaft von Bosch sowie des Herstellerschildes des Kühlers bürgen für die Authentizität des Fahrzeuges. Dies gilt auch für die Tatsache, dass das Differential wie für „Dirt Track“ Fahrzeuge üblich, die ja um die Kurven driften, zu 100% gesperrt war. Die Sperrung wurde bei der kürzlichen Überholung aufgehoben, um in Bergrennen ein besseres Kurvenverhalten zu erzielen.
Im Jahre 2012 in die Schweiz eingeführt wurde der Rennwagen überholt und der Motor revidiert. Das Fahrzeug wurde sicherheitsmässig auf aktuellen Stand gebracht. Damit ist dieser historische wertvolle Rennwagen bereit, an Berg- und Rundstreckenrennen eingesetzt zu werden.











