Vom Karosseriebauer gefertigte Aluminium-Karosserie auf Holzrahmen als zweisitziges Drophead Coupé, in London von der Darracq Motor Engineering Company fertiggestellt
Einzigartig innerhalb der Serie von französischen Stahlkarossen – möglicherweise mit einem Bezug zum Direktor des Unternehmens
Motornummer passend zur Fahrgestellnummer von 1929
Detaillierte Historie mit Unterlagen über mehrere Jahrzehnte, darunter Kaufaufträge, Zulassungsunterlagen und ein Foto von 1956 aus Silverstone
Umfangreiche Restaurierung, über viele Jahre mit erheblichem Aufwand finanziert
Der Reiz
Die Sunbeam-Talbot-Darracq-Allianz brachte Ende der 1920er-Jahre einige bemerkenswerte Automobile hervor, und das Talbot-M67-Fahrgestell bildete die Basis für eine ganze Reihe eleganter Tourenwagen. Unser Exemplar ist dabei etwas ganz Besonderes – es hebt sich deutlich von den französisch gebauten Geschwistern ab: in London von der Darracq Motor Engineering Company als zweisitziges Drophead Coupé fertiggestellt, erhielt es seine Karosserie nicht aus Stahl, sondern aus Aluminium – ein Schritt weg von der Serienfertigung, der es zu einem wahrhaft einzigartigen Automobil macht. Spannend: Die STD-Unterlagen deuten darauf hin, dass es womöglich das Privatfahrzeug des Direktors der Darracq Motor Engineering Company gewesen sein könnte.
Die Geschichte dieses Darracq ist ebenso reich wie komplex. Seine Aluminium-DHC-Karosserie, ursprünglich unter UV 5687 registriert, wurde etwa um 1970 auf ein identisches Darracq-M67-Fahrgestell (RX 3631) gesetzt – und genau unter dieser Zulassung ist das Auto bis heute weitergeführt. Das Fahrgestell RX 3631 hat selbst eine lebendige Vergangenheit: Es wurde in der Kriegszeit-Utility-Ära in einen Kombi (oder „Shooting Brake“) umgebaut und später von Lewis Barrington Upton besessen, einem ehemaligen Rennmechaniker, der mit dem Wagen 1956 in Silverstone fotografiert wurde.
Für den aufmerksamen Enthusiasten der Vorkriegszeit ist dieser Darracq eine seltene Gelegenheit, einen coachgebauten Wagen zu erwerben, der wirklich ein Einzelstück ist – mit einer bemerkenswert gut dokumentierten Provenienz.DSC01465.jpg1.95 MB
Historie und Unterlagen
Auf Basis des französischen Talbot-M67-Fahrgestells, in London von der Darracq Motor Engineering Company als zweisitziges Drophead Coupé mit Aluminiumkarosserie fertiggestellt
Das Fahrgestell RX 3631 wurde erstmals am 11. Januar 1929 von J. Boarden (oder Boardlow) als „brown salon“ zugelassen
Registriert auf E.C.N. Gower am 22. Mai 1946, anschließend auf Lewis Barrington Upton am 17. Juli 1946 als „utility, grey“
L.B. Upton bestätigte die Zulassung 1952 und erneut 1956; es existiert ein Foto des Autos in Silverstone aus dem Jahr 1956
Die DHC-Karosserie (ursprünglich UV 5687) erhielt zwischen 1965 und etwa 1967 Arbeiten von Jack Shufflebotham; detaillierte Kaufbestellungen liegen vor
UV 5687 wurde 1968 an Mr. Scott verkauft, dann 1970 an C.W. Blanford, der auch das RX-3631-Kombi erwarb
Die DHC-Karosserie wurde etwa um 1970 auf das Fahrgestell RX 3631 übertragen
Beide Projekte wurden 1986 an John Devlin in Newcastle-under-Lyme verkauft und gingen später durch die Rearsby Garage
Am 5. November 1988 von Brian Messinger erworben, der Berichten zufolge etwa 90% der Restaurierung abgeschlossen hat und bis 2014 investierte
2016 bei einer Auktion in Beaulieu an die Familie Haack-Kurz in Deutschland verkauft, die weitere Investitionen getätigt hat
Motornummer stimmt mit der Fahrgestellnummer von 1929 überein
Unterlagen für beide Fahrgestelle liegen aus den 1960er-Jahren vor, wobei es für RX 3631 auch noch frühere Aufzeichnungen gibt
Die STD-Unterlagen deuten auf eine mögliche Verbindung zum Direktor der Darracq Motor Engineering Company hin
Trägt die britischen Kennzeichen „RX 363“ (erscheint nicht mehr im DVLA-System)
Vom Karosseriebauer gebaute Aluminiumkarosserie auf Holzrahmen in der Konfiguration als zweisitziges Drophead Coupé
Es soll etwa zu 90% als Restaurierungsprojekt von Brian Messinger fertiggestellt worden sein, mit weiterer Investition durch die aktuellen Besitzer
Nach einer umfangreichen Restaurierung präsentiert sich die coachgebaute Karosserie wirklich sehr gut – insbesondere für ein Fahrzeug dieses beachtlichen Alters. Die Zierleisten sind dezent patiniert, so wie es seinem Alter entspricht, während der Innenraum auf einem sehr guten Niveau präsentiert wird.
Die polierten Drahtspeichenradabdeckungen waren in der Zeit absolut angesagt und passten sicherlich zu den kecken Linien des Darracq. Er kommt mit einem kompletten Satz Wetterschutzausrüstung, darunter praktische, klappbare Säulen für die Kurbel-Fenster.
Motornummer stimmt mit der Fahrgestellnummer von 1929 überein
Montiert auf einem Darracq-M67-Fahrgestell mit identischen Spezifikationen (RX 3631)
Fahrgestellnr. M67-71330
Diese waren kraftvolle Tourenwagen, ausgelegt für schnelle Fahrten quer durch Europa. Wir würden wetten, dass dieser Wagen diese Aufgabe auch heute noch mit Bravour erledigt. Der Motorraum wirkt sauber und insgesamt gut gepflegt, während der Verkäufer im begleitenden Video zeigt, dass der Motor einwandfrei läuft und gleichmäßig im Leerlauf läuft.
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