Beschreibung
Alpine A108 (1958–1965) – Der Leichtbau-Pionier des französischen Motorsports
Der Alpine A108 ist ein seltener und charmanter französischer Sportcoupé, entwickelt von Jean Rédélé, Gründer von Alpine, und auf Renault-Technik basierend. Als Nachfolger des A106 und Vorläufer des legendären A110 spielte der A108 eine zentrale Rolle bei der Formung von Alpines Identität und Motorsport-Erbe.
In Coupé, Cabriolet und den hoch innovativen Berlinette-Versionen „Tour de France“ erhältlich, verfügte der A108 über ein schlankes Backbone-Chassis aus Rohren und eine Glasfaser-Karosserie, was zu einem beeindruckend geringen Gewicht von rund 600 kg führte. Dieser Konstruktionsansatz steigerte nicht nur die Agilität, sondern legte auch den Grundstein für die Rallye-Dominanz des A110.
Mit Renault-Motoren mit Hubräumen von 845 cm³ bis 904 cm³, von Amédée Gordini getunt, leistete der A108 zwischen 37 und über 70 PS, erreichte Höchstgeschwindigkeiten von 140 bis 170 km/ h und beschleunigte 0–100 km/ h in etwa 11 Sekunden. Mit Hinterradantrieb und einem 4-Gang-Schaltgetriebe bot er ein flottes und fesselndes Fahrerlebnis, das der Zeit voraus war.
Was den A108 wirklich auszeichnete, war sein Leichtbau, seine dynamische Fahrweise und technische Innovation—insbesondere das Backbone-Chassis-Konzept, das zu einem Markenzeichen der Alpine-Technik werden sollte.
Heute, mit weniger als 2. 000 gefertigten Exemplaren, ist der A108 außergewöhnlich selten und bei Sammlern hochgeschätzt.
Mehr als nur ein Auto war der Alpine A108 der Embryo einer Rallye-Legende, ein Symbol französischer Einfallsreichtum und ein Meilenstein zu einem der bekanntesten Kapitel der Motorsportgeschichte.


























