Beschreibung
Als Jaguar im März 1961 auf dem Genfer Salon den E-Type vorstellte, war die Überraschung groß. Überraschend, weil niemand vorab Informationen über den zukünftigen Gran Turismo der Marke aus Coventry erhalten hatte, und auch, weil das Design des E-Type die Massen völlig überwältigte. Das Design von William Lyons, ein sportliches, aber dennoch komfortables Fahrwerk und eine erstklassige Leistung zeichneten den neuen Jaguar E-Type aus. Ganz zu schweigen von dem damals konkurrenzlosen Preis, der dreimal so hoch war wie der eines Ferrari und halb so hoch wie der eines Maserati... Seit Kriegsende war Jaguar ein Symbol für den englischen Gran Turismo. Die gesamte Genealogie der XK-Roadster (120 bis 150) trug neben den zahlreichen Siegen bei wichtigen Wettbewerben maßgeblich zum Aufbau dieses sportlichen Images bei. Doch zu Beginn der 60er Jahre konnten die XK trotz all ihrer Qualitäten ihr Alter nicht verbergen. Also arbeitete man in Coventry heimlich an einem Nachfolger. Die damaligen Journalisten wurden völlig außen vor gelassen und die wenigen Perspektivzeichnungen, die veröffentlicht wurden, waren weit von der Realität entfernt. Am 15. März auf dem Genfer Salon herrscht im Parc des Eaux-Vives ein großer Andrang von Journalisten. Alle wollen den neuen Star aus Coventry in einer Vorpremiere bewundern. Dann kommt der große Ansturm auf dem Genfer Salon. Die Kommentare und Reaktionen sind überschwänglich. Jedes Mal, wenn ein Jaguar E-Type auf der Straße auftaucht, kommt es zu einer Menschenmenge. Zahlreiche Stars und Prominente bestellten den englischen Schönling: Françoise Sagan, Johnny Halliday, Bernard Consten, Charles Trenet, Pierre Bardinon, Robert Hirsch, ganz zu schweigen von den gekrönten Häuptern. Aber der Jaguar E-Type sah nicht nur atemberaubend aus, er hatte auch ein Fahrgestell, das für die damalige Zeit weit voraus war...





















