Beschreibung
YHR473E Die ursprüngliche Karosserie dieser Pagode, die im Dezember 1966 in die USA geliefert wurde, ist sehr gut erhalten und in auffälligem Signalrot mit kontrastierendem schwarzem Hard- und Softtop ausgeführt. Mit seinem frei drehenden 2. 300-ccm-Motor mit fünf Hauptlagern, der ein ausgezeichnetes Drehmoment erzeugt, ist dies ein echtes Fahrerauto. Mit einer präzisen Schaltung und einer Lenkung ohne Servounterstützung ist er sehr reaktionsschnell und bietet ein viel schärferes Fahrerlebnis als der gemächlichere 280SL mit Automatik. Das Viergang-Schaltgetriebe ist angenehm zu bedienen und würde sich gut für europäische Rallyes eignen, und die weiche Kupplung macht ihn zu einem ebenso ansprechenden Klassiker für den Stadtverkehr. MODELLGESCHICHTE & PRODUKTION Der 230SL (W113) wurde 1963 auf dem Genfer Automobilsalon als Ersatz für seine Vorgänger, den 190SL und 300SL, vorgestellt. Der 230SL wurde im November 1966 zum 250SL und im November 1967 zur letzten Baureihe als 280SL weiterentwickelt. Mit ihrer nach innen gerichteten Dachwölbung und vielen Analogien zu fernöstlichen Tempeln wurden diese Modelle bald besser als "Pagode" bekannt. Aufgrund der hohen Dachform war der Ein- und Ausstieg jedoch relativ einfach. Die klaren, eleganten, geraden Linien des W113 sind typisch für die Arbeit seines Chefdesigners - des legendären Paul Bracq. Mit seinen Vorgängern hatte er so gut wie nichts gemeinsam, lediglich das Fahrgestell basierte auf dem der Limousine 220SE (W111) und wurde modifiziert, um ein sportlicheres Fahrgefühl zu vermitteln. Die Motorhaube ist leicht gewölbt, um den Reihensechszylindermotor aufzunehmen, der wiederum aus der Limousine entwickelt wurde. Er leistete 148 PS beim 230SL und 168 PS beim 280SL und verfügte über eine mechanische Mehrkanal-Einspritzung, die eine sehr gleichmäßige Leistungsentfaltung ermöglichte. Er wurde serienmäßig mit Viergang-Schaltgetriebe, optional auch mit einem Viergang-Automatikgetriebe und später mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe von ZF angeboten. Mit Kugelumlauflenkung, Zweikreis-Bremsanlage, gasgefüllten Stoßdämpfern und Radialreifen bot er dank seines straffen Fahrwerks ein sportliches Fahrgefühl mit außergewöhnlichem Handling, aber auch ein sehr nachgiebiges Fahrverhalten. Die Pagode war der erste Sportwagen mit einer "Sicherheitskarosserie". Sie verfügte über eine steife Fahrgastzelle und ausgewiesene Knautschzonen mit stoßabsorbierenden Front- und Heckpartien, die in die Fahrzeugstruktur integriert waren. Die Pagode erwies sich als solide Grundlage für alle nachfolgenden SLs: Eine außergewöhnliche Mischung aus guter Leistung und höchstem Komfort, von der zwischen 1963 und 1971 etwa 48. 912 Exemplare gebaut wurden.












