Beschreibung
** Die Geschichte von Matra und der Djet 5**
Matra, vollständig Mécanique Aviation Traction, begann in der Luft- und Rüstungsindustrie, eroberte aber ab den 1960er Jahren auch die Welt des Motorsports. Die Marke wurde zur Legende auf der Rennstrecke und erreichte ihren Höhepunkt mit Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans 1972, 1973 und 1974. Der berühmte Matra MS 670B in seiner ikonischen blau-grünen Lackierung bleibt einer der respektiertesten Langstreckenrennwagen, die je gebaut wurden.
Der Matra Djet war das erste Straßenauto der Marke, geboren aus der Idee, Rennstrecken-Technologie auf die öffentliche Straße zu übertragen. Das Ergebnis war ein kompakter, extrem leichter Sportwagen mit mittig montiertem Motor – eine Neuheit für seine Zeit. Während Konkurrenten wie der Alpine A110 und der Lotus Elan mit präzisem Handling beeindruckten, setzte Matra auf eine futuristische, aerodynamische Form und Präzision auf Luftfahrt-Niveau.
Der Djet 5, in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre eingeführt, bot Verfeinerung gegenüber früheren Modellen: bessere Verarbeitung, verbesserte Aufhängung und leichte Konstruktion. In einer Zeit, in der Sportwagen oft durch rohe Kraft verkauft wurden, setzte Matra auf Raffinesse, Balance und technische Innovation.
** Ein reiches Rennererbe als DNA**
Obwohl dieser spezielle Djet 5 nie auf der Rennstrecke fuhr, fließt Rennblut durch seine Adern. Der Einfluss von Matras sportlichen Erfolgen ist überall sichtbar: die straffe Karosserie, der tiefe Schwerpunkt und die Mittelmotoranordnung, direkt inspiriert von Matras Langstreckenrennwagen.
Der erwähnte Matra MS 670B ist ein Schlüsselelement der Geschichte. Mit einem 3, 0-Liter-V12, einem aerodynamischen Chassis und unschlagbarer Ausdauer wurde dieser Rennwagen dreifacher Le-Mans-Sieger. Die blau-grüne Farbe, heute gleichbedeutend mit Matras Glanzzeiten, ruft sofort Bilder von nächtlichen Runden um die Circuit de la Sarthe hervor, das Motorengebrüll in der französischen Sommerluft.
** Das Fahrerlebnis: Der Matra Djet 5**
Stellen Sie sich vor: Sie sitzen in einer cockpitähnlichen Fahrposition, umgeben von schlanken Türpaneelen und einem minimalistischen Armaturenbrett, das Sie direkt in die 1960er Jahre zurückversetzt. Drehen Sie den Schlüssel um und der Renault-Motor, mittig hinter Ihnen montiert, erwacht zum Leben. Sie spüren die mechanische Verbindung durch das Schaltgetriebe: jeder Gang rastet präzise ein.
Dank seines extrem geringen Gewichts reagiert der Djet 5 sofort auf jeden Lenkimpuls. Kurven sind keine Hindernisse, sie sind Einladungen. Die Mittelmotoranordnung sorgt für perfekte Gewichtsverteilung, sodass das Auto förmlich über den Asphalt tanzt. Der Sound ist roh, pur und ungefiltert: keine Filter, keine elektronischen Spielereien, nur Sie, die Maschine und die Straße.
** Zeitgeist und Konkurrenten**
Als dieser Matra Djet 5 1967 auf den Markt kam, befand sich die Sportwagenwelt in einer Übergangsphase. Marken wie Alpine, Lotus und Porsche bauten leichte, wendige Sportwagen. Der Alpine A110 war der König der Rallye-Strecken, der Lotus Elan der Favorit der Puristen, und der Porsche 911 begann gerade, seinen legendären Status aufzubauen.
Matra jedoch wählte seinen eigenen Weg: Luftfahrttechnologie und Rennstrecken-Innovation in einen kompakten, zuverlässigen Sportwagen für die öffentliche Straße zu übersetzen. Während viele Konkurrenten einen vorne montierten Motor verwendeten, entschied sich Matra für das revolutionäre Mittelmotorkonzept – eine Wahl, die Jahrzehnte später zum Standard für ernsthafte Sportwagen werden sollte.
** Zustand & Restaurierung**
Dieser Matra Djet 5, erstmals angemeldet am 20. 10. 1967, wurde kürzlich einer kompletten, kostenlosen Restaurierung unterzogen. Jedes Detail wurde zur Perfektion restauriert:
" Keine Haarrisse, keine losen Enden, alles ist neu.
" Karosserie perfekt straff, in der Originalfarbe lackiert.
" Mechanik überholt oder ersetzt, bis zur letzten Schraube.
" Innenraum komplett neu bezogen, mit authentischem Charakter bewahrt.
" Restaurierungsfotos verfügbar
Weltweit existieren schätzungsweise etwa 200 Djets. Wie viele davon sind in diesem Zustand, mit dieser Dokumentation, mit dieser Geschichte? Ich traue mich nicht, diese Frage zu beantworten. Was ich sagen werde, ist dies: Das ist kein Auto, das man als Geldanlage kauft. Das ist ein Auto, das man kauft, weil man versteht, was es bedeutet. Weil man weiß, dass ohne den Djet der Miura vielleicht nie gebaut worden wäre. Weil man ein Stück Luftfahrtgeschichte fahren möchte, das zufällig auch ein Nummernschild hat.
Und weil Sie tief im Inneren schon immer ein Franzose mit Rechenschieber sein wollten.
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Mit einem Croissant und einem Taschenrechner in der Hand,
Nick Slinger