Beschreibung
Dieses lange, stromlinienförmige Geschoss verschlingt schweigend den Asphalt, während es sich auf seiner weichen Federung schaukelt. Unter der unendlichen Haube klingt das gedämpfte Brummen des langen Reihen-Sechszylinders kaum durch die Cocons des Innenraums.
Alles an dieser puissantlimousine strahlt Delikatesse aus, deren Formungen bereits die zukünftige XJ6 symbolisierten, die 1968 vorgestellt wurde. Nach dem schweren MK 9 übernahm die MK X die Mission, die Oberklasse über den MK2 3, 8 l hinaus sportlicher zu positionieren. Ihr primäres Ziel war der US-Markt, in dem die Coventry-Marke seit dem Start der Jaguar XK120 Erfolg hatte. Angesichts des jüngsten Erfolgs der Jaguar E in den USA hatte die Katze so große Lieferschwierigkeiten, dass sie sich weigerte, eine für die Fernsehserie „Le Saint“ mit Roger Moore zu leihen.
Um dies zu erreichen, erhielt diese Spitzenklasse hinten die unabhängige Radaufhängung der Jaguar E und vor allem deren feinste Mechanik (Straight Port) mit drei Vergasern, die 265 SAE-PS liefern. Leistung, die dieses majestätische Geschoss von fast zwei Tonnen in fahrbereiten Zustand fast 200 km/ h treiben kann. 1961 war diese Geschwindigkeit für dieses Autotyp surreal. Nicht nur durch seine luxuriöse Präsentation, besonders das im Leder und edlen Hölzern gepolsterte Interieur, musste sich die MK X vor keiner Bentley verstecken, sondern sie bot dynamische Qualitäten, die deutlich überlegen waren, mit einer sehr starken Bremsanlage mit vier Dunlop-Scheiben, guten unabhängigen Federungen und vor allem außergewöhnlichen Leistungen. Als i-Tüpfelchen bot sie einen Preis, der deutlich unter dem einer Bentley lag – fast, bei rund 40 000 Franken der damaligen Zeit, inklusive der optionalen Automatik wie bei dieser Version. Diese prächtige Jaguar Mk10 profitiert von einem vollständigen Gutachtenbericht. Ein absolutes Muss.














