Beschreibung
Es gibt Autos, die eine Epoche markieren – und es gibt Autos, die eine Epoche beenden.
Ausgedacht lange bevor die Welt sich Sorgen um Aktionärsdashboard- und Plattform-Effizienz machte, war der 62 das Ergebnis einer einzigen Ambition bei Daimler: das außerordentlichste, chauffeurengesteuerte Motorfahrzeug der Erde zu bauen. Eine moderne Wiederbelebung der prä‑Kriegs-Meisterwerke von Wilhelm Maybach – Autos, die einst von Industriemagnaten und Königshäusern bevorzugt wurden – aber interpretiert durch das grenzenlose Ingenieurswesen des frühen 2000er Mercedes‑Benz.
Seine Entstehung war obsessiv. Jedes Auto wurde in einem eigenen Flügel von Sindelfingen von Hand gebaut, in denselben Manufaktur-Hallen, in denen die komplexesten S‑Klasse- und Pullman‑Modelle montiert wurden, von Handwerkern besetzt, die in beinahe leisem Arbeitsfluss arbeiteten. Bezüge aus Leder von Hand genäht; Holzfurniere korpieren buchstäblich nicht nur Paneel an Paneel, sondern über beide Kabinenseiten hinweg; Verdrahtungsketten wurden einzeln produziert – nichts wurde standardisiert, es sei denn, es diente der Perfektion. Die Bauphase dauerte Wochen, nicht Tage.
Und während die Preise stark schwankten je nach Personalisierung, hätte ein so konfigurierter 62 heute um die 700. 000 £ wert sein können – eine Summe, die nur Sinn ergibt, wenn ein Auto nicht einfach gekauft, sondern in Auftrag gegeben wird. Der typische Käufer trat nicht in Pressemitteilungen auf; es waren Privatpersonen, Staatsoberhäupter, Finanzierer und diskrete globale Familien, Menschen für die ein Rolls‑Royce manchmal zu sichtbar war und eine gestreckte S‑Klasse einfach nicht genügte.
This Beispiel
Die Außenfarbe ist reine altweltliche Form: ein tiefes, maritim-küstennächtliches Côte d’Azur Dunkelblau, der Art von Farbton, den man eher mit Riva‑Decks und lackierten Rumpfseiten assoziiert als mit Karosserielack. Auf einer sechsmeterlangen Karosserie liest es sich weniger wie Farbe, mehr wie Präsenz – lang, ungebrochen, leise großartig.
Öffnet man die großzügig schwingenden Hecktüren, tritt man nicht in eine Kabine, sondern in einen Raum. Das Anthracite Exclusive Leder ist dicht, kühl und fein gemasert, die Art von Leder, die Geräusche zu absorbieren scheint. Die Furniere – zu einer tiefen Brillanz poliert – sind mit alten Schule‑Präzision angeordnet; schaut man genau hin, fließen die Holzmaserungen sanft über die Breite des Autos, ein kleines Detail, das signifikanten menschlichen Aufwand erforderte.
Doch es ist das Ingenieurs‑Theater, das den 62 wirklich auszeichnet.
Die elektrisch-transparente Trennwand – flüsterleise und schön ausbalanciert – lässt sich vom Durchsichtig‑zum‑Undurchsichtig mit einer Fingerbewegung verwandeln und versiegelt den hinteren Kabinenbereich gegen die Außenwelt. Eine Funktion, die Rolls‑Royce über Jahre nicht anbot. Oben sorgt das elektrisch-transparente Panorama-Dach für dieselbe Magie: Offenheit bei klarem Licht, Opal bei Ruhe, daylight in ein sanftes, behagliches Glühen verwandelnd. Wenige Autos vor oder seitdem haben eine solche Atmosphäre geschaffen.
Die Rücksitze liefern sich nahezu flach zurück, mit Fußstützen, die so elegant ausklappen wie eine Yacht‑Möbelstück. Die Luftfederung gleitet eher als sie fährt. Das mehrzonige Klimasystem, die Rückenkabine‑Unterhaltung, das integrierte Telefon, die Bose‑Anlage – alles so konzipiert, dass es nicht auf sich aufmerksam macht, wie die Mechanik einer feinen mechanischen Uhr.
Unter der riesigen Motorhaube lebt der Twin‑Turbo‑V12 und liefert sein Drehmoment in einer langen, mühelosen Beschleunigung. Nicht dramatisch, nicht auffällig – einfach eine unerschöpfliche Quelle von Momentum. Eine Erinnerung daran, dass Luxus, echter Luxus, nicht um Leistungskennzahlen geht, sondern um Mühelosigkeit.
Provenienz
Dieses Exemplar befand sich seitNeu in ausschließlicher Familienbesitz – genau die Fürsorge, die man sich von einer Maschine solcher Komplexität wünscht. Wesentlich und wie erwartet wurde es ausschließlich von Mercedes‑Benz Brooklands gewartet, der spirituellen Heimat der Mercedes‑Benz‑Exzellenz im Vereinigten Königreich.
Sein Zustand spiegelt diese seltene Kombination wider: sparsamer Gebrauch, sorgfältige Pflege und eine Familie, die genau verstand, was sie besaß. Das Leder bleibt geschmeidig, die Furniere reich, die Hauptsysteme so gewartet, wie vorgesehen. Es wirkt behütet, nicht verbraucht; erhalten, nicht einfach am Laufen gehalten.
Warum der 62 Alleinsteht
Der moderne Mercedes‑Maybach ist ein ausgezeichnetes Auto – aber er ist letztlich ein S‑Klasse im Kern. Der 62 war etwas ganz anderes: ein Auto, das in einer Zeit konstruiert wurde, als Kostenrechnung kein Teil des Gesprächs war. Kein Hersteller im Jahr 2025 würde Ressourcen in ein so kompromissloses, so unkommerzielles, so glorreich irrationales Projekt investieren.
Und genau deshalb gewinnt der 62 jene Anerkennung, die er schon immer verdient hat. Er ist ein Relikt eines Moments, in dem Ingenieursambition es wagte, der finanziellen Logik davon zu laufen; als Daimler entschied, nicht das beste Auto für den Markt zu bauen, sondern das bestmögliche Auto.
Angesichts seiner Provenienz und seines Zustands sind wir sicher, dass dieser 62 das beste Exemplar in Existenz ist.
Ein Auto aus einer anderen Ära – und aus einer Geisteshaltung, die wir vielleicht nie wieder sehen werden.
Besichtigung nach Vereinbarung | Vollständige Händlerinfrastruktur











