Beschreibung
Dies ist der 1989er Isdera Spyder 036i, ein Auto, das perfekt veranschaulicht, wie abenteuerlich und faszinierend dieAutomobilwelt in den achtziger Jahren sein konnte. Wenn Menschen von ikonischen Supersportwagen jener Ära sprechen, fallen üblicherweise Namen wie der Ferrari F40, der Porsche 959 und der Lamborghini Countach ein. Doch neben diesen Legenden gab es auch kleine, hoch exklusive Hersteller, die ihre eigene Interpretation des ultimativen Sportwagens schufen. Isdera gehört sicherlich zu den feinsten Beispielen.
Isdera wurde 1982 vom deutschen Ingenieur und Designer Eberhard Schulz gegründet. Seine Karriere begann bei Porsche, wo er rasch Anerkennung für die Prototypen gewann, die er eigenständig baute. Schulz hatte eine klare Philosophie: extrem limitierte Produktion, handgefertigte Automobile und ein unerreichtes Maß an Exklusivität. Seine Autos wurden nicht über Händler verkauft und nie groß beworben. Wer einen Isdera bestellen wollte, musste Schulz direkt kontaktieren. Praktisch bedeutete das, den Firmengründer persönlich anzurufen, um den Kauf eines Autos zu besprechen.
Jedes Isdera wurde anschließend vollständig von Hand von einem kleinen Team von Handwerkern gebaut. Der Prozess erforderte oft rund ein Jahr pro Auto, weshalb die Produktionszahlen bemerkenswert niedrig blieben.
Die Spyder-Reihe bildete das Herz der Marke. Das erste Modell erschien in den frühen achtziger Jahren und wurde von Mercedes-Benz-Technik angetrieben. 1987 präsentierte Isdera auf dem Genfer Autosalon die ultimative Weiterentwicklung dieser Serie: der Spyder 036i.
Diese Version erhielt einen leistungsstarken Mercedes-Benz-Reihensechszylinder-Motor, kombiniert mit einem Schaltgetriebe und einer Mittelmotor-Konfiguration. Der Fahrgestell besteht aus einem Rohrrahmen, während die Karosserie extrem leicht ist. Das Ergebnis ist ein Sportwagen, der nicht nur leicht und schnell ist, sondern auch einen wirklich unverwechselbaren Charakter besitzt.
Was dem Isdera Spyder sofort auffällt, ist natürlich sein Design. Das Auto trägt einen sehr charakteristischen Look der achtziger Jahre – mit scharfen Linien, einer sehr niedrigen Sitzposition und spektakulären Flügeltüren im Gullwing-Stil. Der Gesamteindruck wirkt fast wie ein Konzeptfahrzeug, doch es war tatsächlich handgefertigt und wurde im öffentlichen Straßenverkehr bewegt.
Über alle Generationen der Spyder-Reihe wird geschätzt, dass nur vierzehn Autos jemals produziert wurden. Das macht das Modell heute zu einem außerordentlich seltenen Stück deutscher Automobilgeschichte.
Der hier präsentierte Wagen stammt aus dem Jahr 1989 und befindet sich in wunderschön gehaltener und sehr gut erhaltenen Zustand. 2012 wurden mehrere Ausstattungs- und Aktualisierungsoptionen entsprechend den ursprünglichen Isdera-Spezifikationen umgesetzt.
Unter der kompakten Heckmotorhaube sitzt ein leistungsstarker Mercedes-Motor mit AMG-Bock, der perfekt zum Charakter des Autos passt: leicht, direkt und mechanisch rein. Alles an diesem Isdera wirkt handgefertigt und exklusiv – genau so, wie es Eberhard Schulz vorgesehen hatte.
Was Sie hier sehen, ist daher nicht einfach ein weiteres Sportwagenmodell aus den achtziger Jahren. Dies ist ein handgefertigtes Isdera eines kleinen deutschen Herstellers, der seine Automobile ausschließlich auf Bestellung für eine sehr ausgewählte Kundschaft herstellte.
Mit nur vierzehn gefertigten Exemplaren sind die Chancen, ein weiteres zu treffen, extrem gering. Genau deshalb tauchen Autos wie dieses heute auf einigen der weltweiten, exklusivsten Events auf – von renommierten Concours d’Elegance-Veranstaltungen bis hin zu einzigartigen Winterrallyes an Orten wie St. Moritz.
Der Isdera Spyder 036i ist daher nicht nur ein seltener Sportwagen, sondern auch ein faszinierendes Kapitel in der Geschichte der deutschen Automobilindustrie. Ein Auto für Kenner und Sammler, die nach etwas wirklich Einzigartigem suchen.
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