Beschreibung
1971 Rolls-Royce Corniche Drophead Coupé
Ein außergewöhnlich gut dokumentiertes Exemplar, Gegenstand einer umfassenden, mehrjährigen Restaurations- und mechanischen Wiederaufbau
Wenige Autos fassen den Geist diskreter britischer Luxusmarke so treffsicher ein wie der Rolls-Royce Corniche Drophead Coupé. Mühelos elegant, technisch brillant konstruiert und in limitierter Stückzahl gebaut, bleibt er eines der am nutzbarsten und begehrenswertesten Post-War Rolls-Royce-Kabrioletts.
Im Jahr 1971 feierte der Corniche sein Debüt und erlangte rasch Ansehen als der Crème de la Crème der renommierten britischen Marke. Zur Markteinführung war er das teuerste Serienfahrzeug der Welt, und bereits das serienmäßige Soundsystem soll mehr gekostet haben als ein Durchschnittshaus in Großbritannien. Entwickelt von Mulliner Park Ward, wurde er weithin als der „Rolls-Royce aller Rolls-Royces“ gesehen – einen Ruf, den er bis heute behält.
Das hier angebotene Exemplar, liebevoll als ‚Lady B‘ bekannt, ist besonders wegen seiner inhärenten Qualität sowie der umfangreichen Historie und dem außergewöhnlichen Investitionsaufwand der letzten Dekade bemerkenswert.
Herkunft und frühe Geschichte
- Neu ausgeliefert 1971, als Mulliner Park Ward-gefertigter Drophead Coupé finishiert
- Chassis: DRH10888
- UK-registriertes Exemplar (RYY 273K)
Erstmals im Reading-Gebiet registriert, wurde ‚Lady B‘ in der Folgezeit nach Hongkong exportiert. Ursprünglich in Regal Red lackiert, wurde das Auto im Ausland in Peacock Blue neu lackiert, angeblich aus Aberglaubensgründen.
Das Auto kehrte nach Großbritannien zurück und wurde 2009 von den aktuellen Custodians, der Bagshaw-Familie, erworben. In den vergangenen fünfzehn Jahren wurde es behutsam genutzt und in jüngerer Zeit umfassend restauriert.
Restorations- und Mechanik-Programm
Anstatt einer einzigen kosmetischen Restaurierung hat dieses Corniche zwischen 2015 und 2022 ein methodisches, stufenweises Programm von Arbeiten durchlaufen, das jeden Aspekt des Autos - Struktur, Lackierung und Mechanik - adressiert.
Zusätzlich wurde in den letzten drei Jahren des Besitzes eine komplette Schraub- und Naben-Restaurierung von Ranmore durchgeführt, wodurch das Auto wieder in seine ursprüngliche Farbgebung versetzt wurde und ein Finish erreicht wurde, das dem Markenstand gerecht wird.
Das ursprüngliche Acht-Spur-Stereo-System blieb erhalten, während das Auto jetzt mit einem Tabakleder-Innenraum und passender Verdeckung ausgestattet ist, ergänzt durch wunderschön gefertigte handgefertigte Walnuss-Verkleidung.
Mechanische Wiedereinführung (2015)
Erste Arbeiten konzentrierten sich darauf, das Auto wieder zuverlässig fahrbereit zu machen:
- Umfassender Service- und Inspektionsplan
- Überholung des Vergasers
- Bremsanlage inklusive Bremssättel neu aufgebaut
- Antriebswellen, Federungskomponenten und Kraftstoffsystem erneuert
- Unterboden-Schutz und Korrosionsbehandlung
- Karosserierong (2019–2020)
Eine bedeutende Phase der Karosserieinstandsetzung folgte:
- Abtragung bis auf blankes Metall
- Entfernen von Türen, Motorhaube und Heckklappe
- Strukturreparaturen an Schweller, Radhäusern und hinteren Bereichen
- Reparaturen und Fertigung von Aluminiumblechen
- Vollständige Neue Lackierung, Rückführung des Autos zu Regal Red
Innenraum und Finish (2020)
- Innenholz gearbeitet aufgearbeitet
- Verkleidungen und Details bearbeitet
- Endmontage und Ausrichtung der Platten und Zierapplikationen
Motorenüberarbeitung (2022)
Im Verlauf der Nutzung zeigte sich, dass der Motor wirtschaftlich nicht mehr reparabel war:
- Austauschmotor beschafft und wiederaufgebaut
- Vollständige Demontage und Neuanfertigung mit neuen Laufbuchsen, Lagern, Kolbenringen und Dichtungen
- Anbauteile erneuert, einschließlich Wasserpumpe, Lichtmaschine und zugehörige Systeme
- Kühl-, Kraftstoff- und Elektriksysteme umfassend überarbeitet
Abschlussarbeiten & Fertigstellung (2022)
Eine abschließende Phase detaillierter Arbeiten stellte sicher, dass das Auto ordnungsgemäß finishte:
- Umfangreicher Teileaustausch und Finish
- Mechanische Sortierung und Tests
- Endreinigung und Erprobung auf der Straße
Gesamtinvestition
Die Historienakte verzeichnet Ausgaben in Höhe von:
£150, 000+ in Restaurations- und mechanische Arbeiten
(ca. £180, 000 inklusive Originalkauf)
Dieses Investitionsniveau spiegelt eine klare Philosophie wider: Das Auto sachgerecht restaurieren, statt rein kostenbewusst zu handeln.
Zustand und Erscheinung
Heute präsentiert sich der Corniche so, wie man es von einem solchen Programm erwartet:
- Hervorragende strukturelle Integrität nach umfangreicher Karosserieinstandsetzung
- Starker mechanischer Zustand nach umfassender Motorenüberholung
- Gut gelöste Fahreigenschaften, profitieren von Überarbeitung von Fahrwerk und Bremsen
- Ansprechende ästhetische Präsentation mit Detailgenauigkeit durchgängig
Wichtig ist, dass es sich nicht nur um einen restaurierten Wagen handelt, sondern um ein sortiertes und nutzbares Exemplar, das im Laufe der Zeit entwickelt wurde, statt im Eiltempo fertiggestellt zu werden.
Dokumentation
Der Wagen wird von einer ungewöhnlich vollständigen Historienakte begleitet, einschließlich:
- Originalkaufbeleg (2009)
- Detaillierte Rechnungen von Markenspezialisten
- Vollständige, punktgenaue Restaurations- und Mechanikaufzeichnungen
- Klare Chronologie der durchgeführten Arbeiten
Dieses Maß an Dokumentation bietet seltene Transparenz und Sicherheit.
Zusammenfassung
Auf dem heutigen Markt, auf dem viele Corniches nur teilweise oder kosmetisch renoviert wurden, sticht dieses Exemplar heraus.
Es bietet die Gelegenheit, ein Auto zu erwerben, das:
- Von einer umfassenden, langfristigen Restaurierung profitiert hat
- Ohne Rücksicht auf kurzfristige Kosten gewartet wurde
- In einen Zustand gebracht wurde, der sofort genossen werden kann
Obwohl es unmöglich ist, ein solches Programm heute ohne beträchtliche Zeit- und Kostenaufwand zu reproduzieren, bietet dieses Corniche das Ergebnis dieser Investition – fahrbereit und so zu genießen, wie vorgesehen.













