Beschreibung
Als BMW 2014 mit dem i8 – gemeinsam mit seiner kleinen Schwester, dem i3 – auf den Markt kam, nahm man der Welt den Atem. Mit der gewohnt selbstbewussten Art und dem typischen Feingefühl für den Hybrid-Markt stürmte der i8 die Szene und wurde als BWM-erstes „Supercar“ gefeiert, seit der legendäre M1 Ende der 70er Jahre vorgestellt wurde. Tatsächlich soll sich das Design bis zum M1 zurückverfolgen lassen – über das spätere Konzeptfahrzeug M1 Homage. Ob man den i8 nun als echtes Supercar betrachtet oder nicht (tun wir nicht) – gegen die Dreistigkeit des Designs kann man nicht anargumentieren: Es ist heute genauso atemberaubend wie bei seiner Markteinführung. Heute wirkt der i8 immer noch futuristisch, schafft es aber irgendwie gleichzeitig, klassisch auszusehen. Diese Scherenflügeltüren, die „unfertig“ wirkende Verstrebung am Heck des „C“-Säulenbereichs, die Laserlichter und die tiefe Sitzposition sorgen dafür, dass der i8 auf der Straße völlig anders aussieht als alles andere. Der i8 basiert auf einem Carbon-Gewebe-„Tub“, also genau derselben Grundkonstruktion, wie sie bei Hypercars wie dem Aston Martin Valkyrie und dem Maclaren 765LT zum Einsatz kommt. Der i8 mag zwar ein Auto aus der Vergangenheit sein, aber er bietet immer noch Technik auf dem neuesten Stand – für viele Hersteller ist er sogar weiterhin die Zukunft.
Wir sprachen mit dem letzten Stig aus der Clarkson-Ära von Top Gear – direkt nachdem er den i8 damals auf der Dunsfold-Teststrecke gefahren hatte – und er war überzeugt, dass der i8 mit besseren Rädern und Reifen – ausgelegt auf Performance statt auf Effizienz oder Reichweite – ganz nach oben in die Rangliste rutschen würde. Die 0–60-Zeit sieht vielleicht nicht weltbewegend aus (rund 4, 2 Sekunden), aber die Kraft und das Drehmoment im mittleren Bereich, zusammen mit dem fehlenden Gewicht – der i8 wiegt unter 1500 kg – bedeuten, dass er sich im echten Leben wie ein absolutes Biest fährt. Für Überholmanöver und schnelle Richtungswechsel ausgelegt, mit enormem Schub aus dem mittleren Drehzahlbereich, hält der i8 mit einem Großteil von BMWs aktuellem M-Programm problemlos mit. Und bevor jemand behauptet, der i8 leide darunter, „nur“ einen 1500-ccm-Motor zu haben, möchten wir auf einen anderen BMW mit ebenfalls „nur“ 1500 ccm hinweisen: den BMW Parmalat F1-Boliden aus den frühen 80ern, der in kurzen Schüben nahezu 1200 PS auf den Asphalt bringen konnte. Man kann mit 1500 ccm eine Menge erreichen – vor allem, wenn elektrische Motoren zur Hand gehen – und das ist jetzt fast 50 Jahre später immer noch so.
Der Innenraum gehört zu den letzten dieser klassischen BMW-„Fighter-Pilot“-Layouts – kühl, bequem und edel – mit einem Hauch Humor: Wenn das Auto in den Sportmodus geschaltet wird, glühen die Rundinstrumente rot, als wäre eine bösartige Energie an Bord gekommen. Ganz egal – die elektrische Reichweite war ohnehin nie das Entscheidende; es geht vielmehr um diese leise, gnadenlose und atemberaubende Art der Kraftentfaltung.
Wir haben versucht, ein anderes Sportwagenmodell zu finden, das so erschwinglich ist, so eigenständig (und so cool) aussieht und eine derart hohe Performance liefert. Das geht uns nicht.
Jetzt wird der i8 langsam zu einer modernen Ikone – sogar zu einer Legende – und wir sehen, dass sowohl Sammler als auch Enthusiasten den i8 zunehmend durch eine andere „Brille“ betrachten. Wir glauben nicht, dass sie noch lange erschwingliche moderne Klassiker bleiben.
Dieser i8 aus dem Jahr 2016 ist natürlich die seltene Protonic Red Edition. Nachweislich von 3 ehemaligen, sorgfältigen Haltern geführt und seit Neuabnahme im Schnitt nur wenig über 3000 Meilen pro Jahr bewegt, gilt: Ein Punkt ist besonders erwähnenswert – BMW hat das komplette Batterieset komplett ersetzt, zu erheblichen Kosten. Unser Technikteam hat eine komplette Inspektion samt Bericht durchgeführt und ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: Ganz im Sinne ihres Rufs für Robustheit und solide Verarbeitung braucht das Auto nahezu nichts – abgesehen von einer oder zwei Felgenreparaturen sowie ein paar weiteren kleinen Unstimmigkeiten. Der i8 ist also fit und bereit, damit sich der nächste Besitzer daran erfreuen kann.
Für weitere Infos zu diesem beeindruckenden BMW-Icon oder um einen Besuch zu buchen – bitte nur nach Terminvereinbarung – kontaktieren Sie unser Ausstellungsteam.
















