Beschreibung
Die Produktion des Triumph Stag begann im November 1969, doch der Wagen war erst ab Juni des folgenden Jahres für die Öffentlichkeit verfügbar. Als Luxus-Grand-Tourer gedacht – in etwa auf dem Niveau des SL-Modells von Mercedes-Benz – war das Auto gut ausgestattet und erhielt einen neuen 3-Liter-V8 sowie eine markante Formgebung von Michelotti aus Turin. Als 2+2-Sitzer mit Soft-Top und T-Bar in Serienausstattung war optional auch ein Hardtop erhältlich. Elektrische Fensterheber und eine Servolenkung waren serienmäßig; außerdem konnte man zwischen einem Automatikgetriebe oder einem Schaltgetriebe mit Overdrive wählen. Mit Blick darauf, in Exportmärkten – insbesondere in den USA – ein großes Absatzvolumen zu erreichen, war zudem eine werksseitig eingebaute Klimaanlage als Option erhältlich.
Der Stag bekam bei seiner internationalen Vorstellung gute Kritiken und war im Vereinigten Königreich ein ausgezeichneter Verkäufer, wo er besonders bei jungen Führungskräften und aufstrebenden Leuten beliebt war. Die Aussichten standen gut, doch eine Reihe unglücklicher Zuverlässigkeitsprobleme – vor allem durch Überhitzung des Motors – verschaffte ihm schnell einen schlechten Ruf, insbesondere auf dem äußerst wichtigen US-Markt. Diese Probleme hätten und können ohne Weiteres vermieden werden, aber der Schaden war angerichtet, und die Verkaufszahlen brachen nach ein paar Jahren ein. Die Produktion wurde im Juni 1977 eingestellt; bis dahin waren wenig mehr als 25. 000 Fahrzeuge gebaut worden – grob 2/ 3 für den Home Market, der Rest exportiert.
Der Stag änderte sich über die gesamte Produktionszeit hinweg nur wenig, aber es gab genug Änderungen am Erscheinungsbild, um Mk-I- und Mk-II-Versionen zu unterscheiden. Diese betrafen die Farbe bzw. die Ausführung der Schweller; die Farbe des Heckabschlussblechs; die Hinzufügung von Zierlinien; den Stil der verbauten Räder sowie einige eher dezente Änderungen im Innenraum. Außerdem gab es einige kleinere mechanische Updates.
Dieser Home-Market-Mk-II-Stag wurde erstmals im Januar 1974 im Vereinigten Königreich neu zugelassen, und die Fahrgestellnummer lässt auf einen Bau als Modelljahr 1973 schließen. Wir haben keine frühen Unterlagen zu diesem Wagen, wissen jedoch, dass er 2010 umfangreiche Restaurationsarbeiten erhalten hat – in Auftrag gegeben vom heutigen Eigentümer – noch bevor er noch im selben Jahr nach Jersey importiert wurde. Anschließend wurde er in sehr gutem Zustand gehalten und regelmäßig gewartet; bei Bedarf wurden Ersatz- bzw. aufgearbeitete Teile montiert.
Die Restaurationsarbeiten von 2010 umfassten eine komplette mechanische Durchsicht und die Montage neuer Nebenaggregate, wo erforderlich. In dieser Zeit wurde der Tacho ersetzt und eine elektronische Zündung nachgerüstet; außerdem wurde ein überarbeiteter Kühlsystem-Ausgleichsbehälter verbaut. In der Folge erhielt er einen überholten Drehmomentwandler und ein Getriebe (2015) und zuletzt einen neuen Startermotor vom Hi-Torque-Typ sowie neue hintere Bremszylinder. Nach einer weiteren Wartung in den letzten Monaten läuft und fährt der Stag sehr gut, wobei das Automatikgetriebe sanft schaltet.
Wir haben eine kleine Anzahl von Fotos zur Restaurierung, die zeigen, in welchem Umfang der Stag zerlegt und wiederaufbereitet wurde. Das Heckabschlussblech und die Schweller wurden in Wagenfarbe neu lackiert, statt – wie bei den meisten Mk-II-Fahrzeugen – schwarz. Das Karosserieblech und die weiße Lackierung sind insgesamt in sehr gutem Zustand. Ein Hardtop ist bei diesem Fahrzeug nicht vorhanden.
Der Innenraum ist sehr schick: Die Armaturenbrett-Holzarbeiten wurden 2010 komplett aufgearbeitet, und Türverkleidungen sowie die Schaumstoffeinsätze der Sitzlehnen wurden 2019 ersetzt. Es ist ein modernes CD-Radio verbaut. Als einzige kleinere negative Bemerkung bleibt, dass der Hood an der Hinterseite der Fahrerseite eine kleine Rissstelle hat.
Ein sehr ordentliches und solides Mk-II-Exemplar des Triumph Stag, das zwar inzwischen eine ältere Restaurierung ist, aber immer noch gut aussieht und sehr gut fährt. Zwar haben wir keine frühen Dokumente, aber wir besitzen eine gute Historie an Service- und Wartungsrechnungen nach der Einfuhr nach Jersey.
Der Stag ist derzeit auf Jersey zugelassen, und wir können bei Bedarf bei (internationalen) Versand- und Importformalitäten unterstützen.














