Beschreibung
1931 RILEY 9 RACING SPECIAL – „BROOKLANDS STYLE“
Diese 1931 Riley 9 Racing Special, authentisch im Brooklands-Stil konfiguriert, ist ein außergewöhnliches und ausgesprochen begehrtes Exemplar von Rileys Sportproduktion. Der Riley 9, berühmt für seinen fortschrittlichen OHV-Vierzylindermotor und das leichte, wendige Fahrwerk, bildete die Basis vieler der erfolgreichsten britischen Wettbewerbswagen der 1930er Jahre. Brooklands-Stil-Umbauten sind heute äußerst selten und besonders begehrt wegen ihres Rennpedigree aus jener Epoche und ihrer Verbindung zur legendären Rennstrecke.
Nachweisbare Geschichte
Das Auto wurde 1947 von Teddy Burgess umgebaut, der es mit einer Vier-Sitzer-Special-Tourer-Karosserie ausstattete und einen Singer-Le-Mans-Kühler verbaute, um die post‑war-Regelwerke für den Sport zu erfüllen.
1949 nahm es am Daily Express 1000 Miles Round Britain Tour teil, organisiert vom Motor Cycling Club, beendete die Tour in Torquay und gewann die Auszeichnung für das attraktivste Auto, wie damalige Zeitungen berichteten.
Ein Classic & Sportscar‑Artikel vom Januar 1986 schildert die Erinnerungen des damaligen Eigentümers R. B. Rands, dem Neffen von Teddy Burgess, der das Auto 1960 nur für £10 verkaufte, wegen der Einführung der MOT und dem Mangel an einer Garage. Zu jener Zeit behielt es noch seine Tourer-Konfiguration und trug innerhalb der Familie den Spitznamen „The Bluebird“; das Fahrgestellbuch bestätigt, dass seine ursprüngliche Farbe Blau war, bevor das heutige Grün kam.
Brooklands-Stil Umbau
Von 1970 bis 1995 gehörte das Auto Geoff Winn Bryson, der die „1000 Miles Race“-Karosserie entfernte und das Auto neu aufbaute, um den Streckenrennspezifikationen zu entsprechen:
• Fahrgestell um 10, 5 Zoll gekürzt
• Leichtes Zwei-Sitzer-Sportwagen-Body, Holzrahmen mit Stoffverkleidung
Während seiner Rennkarriere wurden die mechanischen Komponenten deutlich aufgerüstet.
Mechanische Vorbereitung – Nev Farquar (Mitte der 1980er Jahre)
Arbeiten umfassten:
• Hochkompressions-Wettbewerbszylinderkopf
• Omega Hochkompressionskolben
• Spezielle Nockenwellen
• Leichtgeführte Zahnradkupplung
• Leichtes Schwungrad
• Vergrößertes Ölauffanggehäuse
• Hochkapazität Ölpumpe
• Brooklands-Wasserpumpe
• Kurbelwelle und Pleuel
• Lager
• Umrüstung auf hydraulische Bremsanlage
• Geradenverzahntes Differential mit 5:1
Das Auto wurde bis 1995 ununterbrochen gerast, dann verkauft und nach Italien importiert.
Motorschutz – 1997
Im Jahr 1997 entschied sich der neue Eigentümer für einen stärker straßenorientierten Motor. Er wurde in Großbritannien von Spezialist Barrie Gillies vollständig neu aufgebaut, der Beleg war vorhanden.
Das Auto erhielt 2002 eine FIVA‑Zertifizierung.
Veranstaltungen
In Italien hat das Auto an zahlreichen Großveranstaltungen teilgenommen, darunter:
• 1000 Miglia
• Ennstal Classic (2 Auflagen)
• Coppa dei Due Mari (4 Auflagen)
• Bologna–Raticosa
• Stormy Weather Winterveranstaltung
• Castell’Arquato–Vernasca
Dokumentation
Ein bemerkenswert umfangreiches Archiv ist vorhanden, das über mehr als 50 Jahre Renn- und Geschichte umfasst und mit dem Auto geliefert wird.











