Beschreibung
1909 brachte Ford das Modell T auf den Markt. Mit einem Preis von 450 Dollar entsprach es dem Budget des Arbeiters und wurde schnell zu Tausenden verkauft. Diese Verfügbarkeit und der niedrige Preis ermutigten Enthusiasten, das einfache Modell T in etwas viel Aufregenderes zu verwandeln, so dass sich bis 1913 ein großer "Ersatzteilmarkt" entwickelt hatte, der eine breite Palette von "Speed Parts" und individuellem Zubehör für das schwarze Modell T anbot. Das Herzstück jedes Speedsters war eine aufgewärmte Version des grundlegenden 20-PS-Seitenventilmotors mit einer Zielleistung von mindestens 40 PS. Die Basisversion verfügte über einen gehobelten Zylinderkopf, um das Verdichtungsverhältnis zu erhöhen, sowie über leichte Aluminiumkolben. Weitere Verbesserungen waren stärkere, ausgewuchtete Kurbelwellen, größere Ventile und Hochleistungsnockenwellen. Die Standardkarosserie des Modells T wurde durch eine Speedster-Karosserie mit einer "Monokel"-Windschutzscheibe ersetzt. Einige Fahrzeuge behielten die Standard-Ford-Kotflügel bei, während andere sie ganz wegließen. Die schweren Holzräder wurden durch stabile, leichte Drahtspeichenräder ersetzt. Ein kompletter Bausatz, bestehend aus Kühler, Motorhaube, Bodenbrettern, hinterem Benzintank und rudimentären Karosserieteilen, konnte für etwa 100 US-Dollar erworben werden. Die Speedster-Karosserie diente nicht nur der Optik, sondern machte das Model T auch schneller, weil es leichter war und eine kleinere Stirnfläche hatte. Allein durch diese Änderungen erhöhte sich die Höchstgeschwindigkeit um 10 bis 15 Meilen pro Stunde. Die leichtere Karosserie erforderte in der Regel das Entfernen eines Blattes von jeder Feder, und die Lenksäule musste abgesenkt werden, da die sportliche Fahrposition näher am Boden lag. Da es sich bei den frühen Speedsters um "Hot Rods" und nicht um werksseitig hergestellte Sportwagen handelte, gibt es weitaus weniger Beschränkungen hinsichtlich der Bezugsquellen für die Teile, die für eine moderne Rekonstruktion benötigt werden. Dieser hier vorgestellte Model T Ford ist mit seiner scharfen Nase und den Drahträdern immer noch ein schönes Auto. Der Motor ist festgefressen und läuft derzeit nicht. Außerdem sieht er schön aus mit zwei Ledersitzen, 4 Scheinwerfern und der typischen querliegenden Blattfeder. Niederländische Papiere.























