Beschreibung
Selten. Elegant. Historisch. Dieser 1951er Bentley MK VI Cabriolet von Park Ward ist nicht einfach nur ein weiteres Klassikmodell – er ist ein Meilenstein in Bentleys Nachkriegsstory. Nur 57 Exemplare wurden jemals nach der anspruchsvollen Design-99-Spezifikation gefertigt, und dieses spezielle Fahrgestell verfügt über eine eigene Erzählung.
From War to Recovery
Der MK VI war Bentleys erstes Nachkriegsmodell, angekündigt im Jahr 1946 als Nachfolger des kurzlebigen Mark V, den der Zweite Weltkrieg vorzeitig beendete.
Es markierte den Anbruch einer neuen Ära: Zum ersten Mal produzierte Bentley ein vollständig aus Stahl gebautes Auto direkt im Werk Crewe. Bis dahin lieferte die Fabrik nur fahrbereite Rahmen (Rohkarossen) aus und überließ die Fertigstellung unabhängigen Karosseriebauern. Mit dem MK VI setzte Bentley den Ton selbst – während Kunden weiterhin maßgefertigte Kreationen von Meistern wie Park Ward in Auftrag geben konnten, einem Namen, der seit 1939 zu Rolls-Royce gehörte.
In der sechsjährigen Produktionszeit des MK VI fertigte Park Ward 57 Cabriolets. Darunter dieses besonders feine Exemplar mit einer seltenen Sonderausstattung: eine elektrisch betriebene Verdeckanlage.
A Provenance with Prestige
Am 28. März 1951 wurde das Auto an den ersten Eigentümer, G. J. W. Wareing, als Standard-Viertürer ausgeliefert. 1975 trat es in die Sammlung von Sir Robert Boyd über, einem Pionier der britischen Raumfahrt und einer Schlüsselpersönlichkeit in der Zusammenarbeit mit NASA und ESA. Zusätzlich zu diesem Mark VI Limousine besaß Boyd einen weiteren Mark VI mit einem Park Ward Drophead Coupé Design 99 mit Fahrgestellnummer B186LJ. Allerdings war das Fahrgestell in schlechtem Zustand, sodass Sir Robert Boyd das Projekt übernahm, um den schönen Karosseriebau zu retten und es wieder aufzubauen – eine Entscheidung, die dem Auto seine heutige Form und Exklusivität gab.
Heute kommt es mit dem originalen Handbuch und einer beeindruckenden Akte von Rechnungen. 2015 durchlief es eine akribische Restaurierung, die über 80. 000 € kostete.
Behind the Wheel: Old-School Chic
Am Steuer erlebt man ein Erlebnis wie kein anderes. Der Sechszylinder-Reihenmotor mit 4¼ Litern Hubraum mag keine Höchstwerte vorweisen, aber wie Bentley seinerzeit sagte: „angemessene Leistung.“ In der Praxis bedeutet das eine majestätische, yachtenartige Gleite über den Asphalt. Überraschenderweise hält der MK VI mit dem heutigen Verkehr ganz gut Schritt.
Das Zurückschalten in den ersten Gang erfordert etwas Übung – die verlorene Kunst des Doppelkupplens – aber einmal gemeistert schafft es eine einzigartige Verbindung zum Wagen.
Im Innenraum taucht man ein in zeitlose Luxuswelt: dickes Leder, tief polierte Holzteile und reizvolle Details wie herausklappbare Blinkleuchten und schnelle Fensterkurbeln. Das elektrisch betriebenes Stoffverdeck sorgt für müheloses Cabrio-Fahren.
Market & Investment
Während Pre-War Bentleys nahezu unerschwingliche Werte erreicht haben, bleiben Nachkriegs-Ikonen wie der MK VI vergleichsweise erschwinglich. Für den anspruchsvollen Enthusiasten bedeutet das eine seltene Chance: Geschichte, Prestige und Fahrfreude ohne astronomischen Preis.
Conclusion
Fazit: Dieser Bentley MK VI Cabriolet von Park Ward ist ein bewegendes Kapitel der britischen Automobilkultur. Selten, stilvoll und makellos gepflegt verbindet er Exklusivität mit echter Nutzbarkeit. Für diejenigen, die eine klassik suchen mit Sinn und Stil, ist dies der Bentley, den man heute besitzen sollte.
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