Beschreibung
Der Maserati Sebring Series I (1962–1965) gehört zu den elegantesten und markantesten GTs, die Maserati während seiner handwerklichen Phase produziert hat. Abgeleitet vom Maserati 3500 GT, aber für eine Kundschaft konzipiert, die eine noch exklusivere Luxusauto suchte, vereinte der Sebring Leistung, Komfort und fortschrittliche technische Lösungen der damaligen Zeit. Der Name „Sebring“ wurde zu Ehren von Maseratis Sieg bei den 12 Stunden von Sebring 1957 gewählt und unterstreicht die starke Verbindung der Marke zum Motorsport.
Das Modell war mit einem 3. 485 cm³ großen Reihen-Sechszylinder-Triebwerk, DOHC-Ventilsteuerung und Lucas mechanischer Einspritzung ausgestattet, einer sehr modernen Technik der frühen 1960er Jahre, die es auf rund 235 PS brachte. In einigen Märkten war er auch mit Weber-Vergasern erhältlich. Das Getriebe konnte manuell sein, von ZF geliefert, während das Borg-Warner-Automatikgetriebe als Option angeboten wurde. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei rund 235 km/ h und platzierte den Sebring unter den schnellsten GTs seiner Zeit.
Bezüglich Fahrwerk und Aufhängung behielt er Maseratis traditionelle Konfiguration bei: Rohrrahmen, handgefertigte Vignale-Karosserie, unabhängige Vorderradaufhängung und starre Hinterachse. Vierkolben-Bremsscheiben an allen Rädern waren eine bedeutende Innovation, da sie zu jener Zeit noch selten waren und trugen zur technischen Aura des Modells bei. Giovanni Michelotti entwarf ein klareres, moderneres Design als beim 3500 GT, mit doppelten überlappenden Scheinwerfern und einem kompakteren Heck, was dem Sebring ein elegantes Erscheinungsbild mit sportlichem Touch verlieh.
Zu den weiteren interessanten Fakten schätzten Geschäftsleute und bekannte Persönlichkeiten das Modell, wobei jede Einheit fast individuell montiert wurde – ganz nach der Handwerks-Tradition der Marke. Innenraum konnte vielfältig angepasst werden, mit hochwertiger Lederpolsterung, kompletter Instrumentierung und einem Finish-Standard, der typisch für ein italienisches Luxusauto der 1960er Jahre war.
Die Gesamtproduktion der Serie I war recht limitiert – rund 348 Einheiten – was die Seltenheit und den historischen Wert des Modells zusätzlich unterstreicht. Die Mischung aus Exklusivität, technischer Fortschritt und zeitloser Eleganz macht den Maserati Sebring Series I zu einem Eckpfeiler in Maseratis Geschichte und zu einem der ikonischsten italienischen GTs der 1960er Jahre.









