Beschreibung
Kapitel 1: Das Modell
Eingeführt im Jahr 1966, weniger als ein Jahr nach der Limousine, von der sie abstammt, war die Zweitür-Saloon-Version der Silver Shadow zweifellos ein Erfolg. Als Beweis bleibt das fantastische Design des internen Designers Bill Allen während der gesamten Produktion der verschiedenen Versionen bis 1980 unverändert, und es setzte sich sogar bis 1995 für das Cabriolet fort. Wie bei Rolls Royce üblich liegt die Magie in den Details, und nur ein geübter Beobachter wird feststellen, dass die Flügel und die Front, der Limousine ähnlich wie zwei Tropfen Wasser, tatsächlich völlig verschieden sind! Abgesehen von Scheinwerfern und Stoßfängern gibt es kein einziges gemeinsames Bauteil zwischen den 2-türigen Karosserien, gefertigt bei Mulliner Park Ward, und der eher bürgerlichen Limousine. Die Detailverliebtheit nistet sich sogar in der rostfreien Kühlergrill ein, der identisch zur Limousine ist…aber nein! Die Corniche profitiert von einem tieferen Kühlergrill um mehrere Zentimeter… eine Verrücktheit. Schon zu jener Zeit war Exklusivität ein entscheidendes Argument für die Reichen. So profitiert das Interieur von einer Behandlung, die der Limousine noch überlegen war. Es ist allgemein bekannt, dass man bei Rolls Royce ungern Zahlen nennt. Dennoch hat Exklusivität ihren Preis. Wenn eine Limousine in weniger als 3 Monaten gebaut wird, braucht man bis zu 6 Monate, um eine Zweitür-Variante zusammenzubauen! Inbegriff der Eleganz, die Silver Shadow two door saloon Mulliner Park Ward (entsprechend der Bezeichnung) wird filmisch in der «Thomas Crown Affair» etabliert. Der berühmte „king of cool“ macht sie zu seinem Gefährten, perfekt in Szene gesetzt durch mehrere Aufnahmen. Trotz astronomischen Verkaufspreises ist der Erfolg sicher, und vielleicht, weil einigen Besitzern die Luft fehlte, ihr Auto bis zum Schluss zu präsentieren (??), beschließt das Werk 1971, seine Zweitür-Varianten nach dem Namen Corniche zu taufen. Scherzen beiseite, man muss anerkennen, dass der Name gut gewählt ist, ein Synonym für Glamour an der Côte d’Azur und die schönsten Küstenstraßen. Zu diesem Anlass gibt es kleine Änderungen, insbesondere ein paar zusätzliche PS durch andere Vergasereinstellungen, größere Abgaskrümmer, aber ****, das ist ein Geheimnis, und man weiß immer noch nichts über die angeblich ausreichende Leistung der Motoren. Hingegen ist dies die Revolution im Armaturenbrett, mit einer Ziffernblatt-Anordnung, die noch nie zuvor bei einer Rolls Royce zu sehen war. Während man noch nichts von Zahlen hört, findet sich doch ein riesiger Drehzahlmesser, eingebettet in Walnußholz! Noch nie gesehen, und nach dem Neuaufbau des Armaturenbretts am Ende der Karriere, in den späten Serien 1, wird es so nie wieder geben. Diese letzten Serien führen das Armaturenbrett der drohenden Shadow II ein und übernehmen das vollständig automatisierte Klimaanlagen-System, das 1975 auf der Camargue eingeführt wurde. 1977 erhalten die Corniche die Entwicklungen der Shadow II (Lenkgetriebe, neue Vergaser, Sicherheitsstoßstange…), auch wenn sich der Name im Gegensatz zur Limousine nicht ändert. Für 1981 ersetzt die Spirit die Shadow II, und während der Cabriolet seinen Weg durch die Jahrzehnte fortsetzt, wird der Coupé eingestellt. Nur die Camargue bleibt in Produktion und wird das letzte Rolls-Royce-Coupé vor der BMW-Ära sein. Insgesamt wurden 1875 Corniche Coupés in 14 Jahren produziert, und fast dreimal so viele Cabrios in fast 30 Jahren. Ein Coupé ist daher eine Wahl des informierten Enthusiasten, der wie damals eine elegante und exklusive Automobilität sucht.
Kapitel 2: Die Geschichte dieser Corniche
Wie es ihr Importkennzeichen belegt, wurde diese Corniche neu nach Frankreich geliefert. Sie gehört zu den letzten Serien-1-Modellen, gefertigt 76, die das Armaturenbrett der Shadow II einführen, was bedeutet, dass es sich um ein besonders seltenes Modell handelt. Nach unseren Recherchen soll sie bisher 5 Vorbesitzer gehabt haben, darunter der Bildhauer César, laut dem Auktionshaus Osenat, das sie 2016 verkauft hat. Der letzte Besitzer erwarb sie 2018, und er hat sie uns jedes Jahr anvertraut, um Renovierungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen. Gut erhalten, fuhr diese Corniche zwischen 1998 und 2018 kaum noch (weniger als 4000 km) und benötigte daher eine Frischauflage. In 7 Jahren wurden fast 25. 000 € investiert, darunter die Demontage des Motors und des Getriebes zum Austausch aller Dichtungen, der Austausch der Motorkomponenten, des Klimakompressors, der Vorderdämpfer… Die Rechnungen liegen selbstverständlich vor, und ein Gutachten von Oktober 2023 bestätigt einen Wert von 75. 000 €.
Kapitel 3: Unter Röntgenstrahlen
Seit 7 Jahren, in denen wir sie betreuen, hat diese Corniche kein Geheimnis mehr für uns. Wir können bezeugen, dass sie weder Rost noch nennenswerte Unfallschäden aufweist. Sie hat alle ihre ursprünglichen Merkmale behalten (Motor, Scheinwerfer und besonders Farbe). Die Präsentation ist auf hervorragendem Niveau. Die Lackierung...











