Beschreibung
National Motorcycle Museum | Solihull, West Midlands
Besichtigung: Di. 21. Juli ab 13 Uhr
Auktion: Mi. 22. Juli ab 10 Uhr
Ort: National Motorcycle Museum, Coventry Road, Bickenhill, Solihull B92 0EJ
Registrier-Nr.: Nicht registriert
Rahmen-Nr.: 6666/ 110Y
MOT: Steuerbefreit
Seltener Rickman Metisse vernickelter Rahmen
Möglicherweise ursprünglich für einen Triumph-Twin gebaut
Borrani-Alu-Felgen und Lockheed-Scheibenbremsen
Rickman Motorcycles war ein unabhängiger Motorradrahmen-Hersteller, der von den Brüdern Derek und Don Rickman Ende der 1950er-Jahre gegründet wurde. Beide waren erfolgreiche Offroad-Fahrer und bauten zunächst Rahmen für den eigenen Gebrauch, doch bald erkannten die Konkurrenten, wie viel besser die Motorräder der Brüder lagen – und es wurde eine begrenzte Produktion eingerichtet, um mehr für den Verkauf zu bauen. Anfangs waren die Rahmendesigns für Offroad-Scrambles und Bahnrrennen gedacht, aber ab 1966 wurden Rahmensätze für Straßenversionen angeboten. Das erste straßenzugelassene Motorrad nutzte einen Triumph Bonneville-Motor; Rickman konnte Rahmen-Sets für die Öffentlichkeit liefern, da kein großer Motorradhersteller Motoren separat verkaufen würde. Die Kits waren dafür ausgelegt, zahlreiche Motoren aufzunehmen, darunter Triumph, BSA und Matchless – und by the 1970er-Jahren begannen sie, Chassis-Kits für japanische Bikes wie die Honda CB750 und die Kawasaki Z1 zu verkaufen. Aufgrund des „Cross-Breed“-Ansatzes beim Bau kompletter Motorräder entschieden sich die Rickman-Brüder, ihr erstes Bike „Mongrol“ zu nennen – aber schnell wurde klar, dass die französische Übersetzung „Metisse“ deutlich edler klang.
Dieses Rickman-Metisse-Rollrahmen-Projekt, das ohne Mindestpreis angeboten wird, stammt aus einem Nachlass eines Verstorbenen – daher ist leider nicht viel über seine Geschichte bekannt. Die einzige sichtbare Nummer am Rahmen ist entweder 110V oder 110Y, doch ein „Certificate of Authenticity“ von MRD Metisse nennt die Nummer R984 und besagt, dass es im Februar 1971 an Boyer Racing geliefert wurde, um dort einen 650er Triumph-Twin mit Sozius-Fußrasten zu beherbergen. Die Motorbefestigungspunkte und der zentrale Öltank wirken passend für einen Triumph-Motor aus dieser Zeit, und die Position der Fußrasten sowie die gesamte Laufgarnitur sprechen dafür, dass es für den Straßen- oder Rennstreckeneinsatz gedacht war – nicht für Offroad. Vorne und hinten sind Lockheed-Scheibenbremsen verbaut, dazu Borrani-Alufelgen, eine Schwinge aus Vierkantprofilen und eine einzelne Sitzbank im Rennsport-Stil. Metisse-Rahmen waren ziemlich generisch, daher ** bin ich sicher, dass er sich problemlos auf ähnliche Motorgrößen anderer Hersteller anpassen lässt. Dieser Posten wird eine anspruchsvolle, aber letztlich lohnende Aufgabe, um daraus ein maßgeschneidertes Einzelstück mit nostalgischem 1970er-Charakter zu machen – und es werden einige Rickman-Kataloge aus der Zeit dabei sein.
** Bieten findet live am Veranstaltungsort statt, online über unsere H&H-Website, per Telefon und als Kommissionsgebot – AGB gelten**
Teilnahme per Katalog; Kauf für 20 £ möglich (gilt für 2 Personen)












