Beschreibung
1975 kauft Alessandro de Tomaso Maserati von Citroën zurück und beschließt, das Programm neu aufzulegen. Es dauert jedoch bis 1984, bis die BI TURBO vorgestellt wird – zunächst als Coupé, luxuriös und sportlich, zu einem erschwinglichen Preis. Einige Jahre später erweitern eine Limousine und ein Cabriolet die Modellpalette.
Die 80er-Jahre sind geprägt vom Aufkommen der Supercars: Ferrari testarossa und 288 GTO markieren den Startschuss in diesem Wettrennen um rohe Leistung. Porsche kontert mit seiner technisch hochgerüsteten 959, erneut Ferrari mit der F40 – gefolgt von eher weniger bedeutenden Herstellern wie Cizetta-Moroder mit seiner V16 T und 540 PS …
Maserati will unbedingt in diesen sehr exklusiven Club und startet gleich zwei Projekte: eine viel zu starke BI TURBO und eine Supercar-Studie namens CHUBASCO. Leider fehlt der Marke das Geld, um beide Vorhaben zu Ende zu bringen. FIAT steigt in das Kapital ein und entscheidet, das Supercar-Projekt aufzugeben. Am Ende wird nur das erste realisiert – und bringt das brutale Ungetüm SHAMAL (heißer Wind, der über Mesopotamien weht) hervor. Entworfen wird sie von Marcello Gandini auf Basis der KARIF. Ihr V8-Biturbo leistete über 320 PS und wurde zum ersten Mal serienmäßig mit einem GETRAG-Getriebe mit sechs Gängen gekoppelt.
De Tomaso, der große Hoffnungen in die SHAMAL gesetzt hatte, muss seine Ambitionen nach unten korrigieren: Die deutsche Konkurrenz von damals war zwar weniger „bestialisch“, aber homogener und leichter zu handhaben (BMW 850 CSI, PORSCHE 928 GT) – sie zog vor allem die eher klassische Kundschaft an. Dennoch investiert der Hersteller, sodass das Modell im Februar 1994 mit Modifikationen auf den Markt kommt, die es zuverlässiger und vielseitiger machen. Doch da war es zu spät: Die SHAMAL wurde nur in 369 Exemplaren gebaut.
Diese Geschichte macht das Modell, das wir Ihnen heute anbieten, zu einem echten, extrem seltenen Sammlerstück – vor allem in dieser Ausführung, die im Mai 1995 neu ausgeliefert wurde, nachdem die technischen Änderungen eingeflossen waren. Damit ist es die seltenste und begehrteste Version der SHAMAL.
Zudem ist die Historie makellos: Die Zahl der Vorbesitzer ist auf drei begrenzt. Der erste war der Präsident von Maserati France, der sie auf den Namen seiner Mutter zulassen ließ. Danach wurde sie im Juni 2006 vom zweiten Besitzer erworben, der sie im September 2020 an seinen heutigen Eigentümer abgab.
Auch in der Presse wurde unser Modell gewürdigt, als es im Auto Retro 302 vom Oktober 2006 getestet wurde – wie die Aufkleber auf der Frontscheibe belegen.
Diese extravagante und äußerst seltene Maserati ist eine echte Gelegenheit, ein Auto zu erwerben, das dazu bestimmt ist, ein absolutes Sammlerstück zu werden: ein ikonisches Fahrzeug seiner Zeit – in einem außergewöhnlichen technischen und optischen Zustand.














