Beschreibung
Der Renault Clio V6 Phase 1 von 2001 ist eines der radikalsten und ungewöhnlichsten Hot-Hatch-Modelle, die je gebaut wurden: Er verbindet das Aussehen eines kompakten Dreitürers mit einer typischen Supercar-Konfiguration. Auf Basis des Clio II wurde er in den frühen 2000er-Jahren von Tom Walkinshaw Racing so weitgehend umgebaut, dass er praktisch nicht mehr die gleiche Architektur teilt. Statt des klassischen Frontmotors mit Frontantrieb sitzt ein 3, 0-Liter-V6 in einer hinteren Mid-Engine-Position – dort, wo normalerweise die Rücksitze wären. So wird er zum reinen Zweisitzer und verändert seine Dynamik komplett. Mit rund 230 PS und Hinterradantrieb bietet er für die Zeit ordentliches Tempo, doch vor allem der Weg dorthin macht ihn so besonders. Die sehr hecklastige Gewichtsverteilung, kombiniert mit dem kurzen Radstand und einer speziellen Fahrwerksabstimmung, führt zu einem anspruchsvollen und teils unberechenbaren Fahrverhalten. Bekannt für seine schnellen Reaktionen – besonders dann, wenn der Fahrer in der Kurve vom Gas geht – hat er sich den Ruf erarbeitet, eine ganz andere Art von Auto zu sein, die Fehler nicht verzeiht. Gleichzeitig liefert er ein extrem packendes, analoges Fahrerlebnis, das von Enthusiasten geschätzt wird, die puren Fahrspaß suchen. Optisch hebt er sich von jedem anderen Clio ab: verbreiteter Karosserie, deutlich breiteren Spuren, markanten seitlichen Lufteinlässen und einem kräftigen Heck, das die Motorpräsenz offenbart. Das Design ist kompromisslos, aggressiv und zugleich funktional – ganz im Sinne seiner Performance-Fokussierung. In relativ kleinen Stückzahlen gebaut, ist er heute ein echtes Sammlerstück, geschätzt wegen seiner Seltenheit und seines einzigartigen Charakters. Letztlich ist der Clio V6 Phase 1 ein seltener Beleg für Wagemut in der Automobilwelt: ein Auto, das Konventionen ignoriert und ein ebenso herausforderndes wie unvergessliches Erlebnis bietet.














