Beschreibung
Mit seinem tiefen, nach unten gezogenen Fahrgestell und der fließenden, rassigen Karosserie ist der SS Jaguar 100 zweifellos einer der schönsten Sportwagen der 1930er-Jahre. Außerdem bot er eine berauschende Mischung aus Stil und Fahrleistungen – zu einem Preis, der deutlich unter dem seiner Konkurrenten lag. Diese Formel würde das Unternehmen auch mit Nachkriegsmodellen wie dem XK 120 und dem E-Type wiederholen. Fahrgestellnummer 49002 gehört zu nur 198 Exemplaren des 2½-Liter-SS100, die zwischen 1936 und 1939 das Werk in Coventry verließen, und wurde erstmals am 9. Dezember 1937 zugelassen. Creme war eine von sieben werkseitig angebotenen Standardfarben für den SS100 und passt perfekt zu den eleganten Linien des Wagens. Das Service-/ Fahrtenbuch zeichnet seine Nachkriegszeit nach: Robert Cutler aus Arundel besaß das Auto einige Monate im Jahr 1952. Zwischen 1954 und 1956 gehörte der SS100 Basil Fox. Ein reizvoll handgeschriebener Brief von ihm erklärt, dass er zuvor bereits einen SS1 offenen Tourer besessen hatte und man ihm vom SS Jaguar 100 nicht von irgendwoher, sondern von Markenbegründer William Lyons selbst erzählt habe. Fox kaufte daraufhin „ELK 4“ für 222 £; anschließend führte sein Schwager eine Motorüberholung durch. 1957 wurde das Fahrzeug an Jack Lipman verkauft, der in Middlesex und London ansässig war. Zeitgenössische Fotografien zeigen, dass er den Wagen bei einem Sprint 1960 in Brands Hatch einsetzte. Der SS100 erschien außerdem in den frühen 1960er-Jahren gleich zweimal auf dem Cover von „The Jaguar Driver“ – dem Magazin des Jaguar Drivers’ Club. Nach einem Aufenthalt in den USA wurde der Wagen über einen Spezialisten in Richmond, Virginia, verkauft und 1987 wieder in das Vereinigte Königreich zurückgebracht. Danach blieb er bis 2015 in derselben enthusiastischen Hand. Dieser wunderbar originale SS100 ist dem Classic Motor Hub bestens bekannt und wurde von uns bereits einmal verkauft. Er kommt mit einer umfangreichen Historienakte, die eine Sammlung unglaublich stilvoller periodentypischer Werbematerialien umfasst – plus Fotografien, Serviceunterlagen, ein SS Car Club-Abzeichen und sogar einen Werksbesuchsausweis aus dem Jahr 1942. Er fährt sich äußerst souverän: mit guten Fahrleistungen und einer beeindruckend direkten Lenkung – ergänzt durch einen herrlichen Blick entlang der langen Motorhaube und der Kotflügel bis zu den Lucas-Scheinwerfern, die den Weg weisen. Selten, wunderschön und ein richtungsweisendes Modell in der langen Firmengeschichte – kein Wunder also, dass der SS100 zu einer so begehrten Wahl unter den Sportwagen vor dem Krieg geworden ist, ideal für alles von temperamentvollen Ausfahrten bis hin zu renommierten Veranstaltungen wie dem Flying Scotsman.














