Beschreibung
Frankreich hatte schon immer ein Problem mit dem Rest der Welt: Es weigert sich schlichtweg, das zu tun, was alle anderen tun. Während die Deutschen ihre Flaggschiffe so bauen, als würden sie einen Panzer entwerfen, der zufällig bequem geworden ist, und die Briten alles in Leder und Walnussholz hüllen, bis es wie in einem Gentlemen’s Club in der Pall Mall duftet, haben die Franzosen etwas weitaus Gewagteres getan. Sie bauten Autos, wie es nur sie zu tun wagten. Schwebend auf einer hydropneumatischen Federung, mit einem Armaturenbrett, das aussah, als hätte es jemand entworfen, der gerade von einer Ausstellung moderner Kunst zurückgekehrt war, und mit einer Haltung à la „Wir wissen, was Komfort ist, und ihr offensichtlich nicht.“
Der DS hat es geschafft. Der CX hat es geschafft. Der XM hat es geschafft. Und dann, im Jahr 2005, als alle davon ausgingen, Citroën habe die Idee der großen, eigenwilligen Flaggschiff-Limousine endgültig unter einem Berg aus Picassos und Xsaras begraben, tauchte aus dem Nichts der C6 auf. Ein Auto, bei dem man sich auf dem Genfer Autosalon fragte, ob man ein Konzeptfahrzeug vor sich hatte oder etwas, das man tatsächlich kaufen konnte. Diese nach innen gewölbte Heckscheibe. Dieses Profil, das mit nichts anderem vergleichbar ist, und nur wenn man die Augen zusammenkneift, kann man einen vagen Anflug eines CX erkennen. Eine Präsidentenlimousine für Menschen, denen eine S-Klasse als Statussymbol einen Hauch zu viel und als Statement einen Hauch zu wenig ist.
Und genau das war das Problem. Chirac fuhr in einem. Der französische Staat kaufte sie in ganzen Flotten. Aber der durchschnittliche Käufer, der sonst in einen Mercedes- oder BMW-Showroom geschlendert wäre, sah diesen exzentrischen Franzosen und ging einfach vorbei. Schade. Denn wer auch immer einstieg, bekam automatisch mehr Charakter, als jeder Instagram-Coach dir jemals verkaufen könnte.
Gut, zurück zu dem hier angebotenen C6. Und nicht zu irgendeinem: dem 3, 0 V6 Pallas, der Version, bei der Citroën alle Register gezogen hat. 215 bhp aus einem sanft brummenden Reihensechszylinder, gekoppelt an ein Automatikgetriebe, das so schaltet, als wäre es ihm peinlich, dass man es bemerkt. Gris Thorium Metallic, eine Farbe, die an einem Tag grau ist und am nächsten irgendwo zwischen Silber und Gunmetal liegt – je nachdem, wie das britische Licht gerade fällt. Auf 18-Zoll-Rädern mit Michelin-Reifen. Lederausstattung. Fünf Sitze, von denen die beiden hinteren bequemer sind als die meisten mir bekannten Erste-Klasse-Sitze im Zug.
Das Beste kommt in dem Moment, in dem man einsteigt. Die Hydractive-Federung, der Nachfolger der Hydropneumatik, über die ganze Bücher geschrieben werden, hebt einen empor und setzt einen wieder ab, als säße man auf einer Wolke. Schlechte Straßen hören auf zu existieren. Bremsschwellen werden zu bloßen Andeutungen. Man gleitet über die M25, als wäre die Autobahn extra für einen frisch asphaltiert worden. Und dann dieser V6: kein vulgäres Dröhnen, sondern ein kultiviertes, seidenweiches Crescendo, das man mehr spürt als hört. Dies ist kein Auto für die Haarnadelkurve in Brands Hatch. Dies ist ein Auto für lange Strecken, für die Fahrt nach Südfrankreich, für den Moment, in dem man merkt, dass man noch vier Stunden vor sich hat und dass dies zum schönsten Teil des Tages wird.
Zugegeben, der C6 wurde nie ein Verkaufserfolg. In sieben Jahren baute Citroën weniger als 24. 000 Exemplare davon, was ihn heutzutage zu einer Seltenheit macht, der man auf der Straße nur selten begegnet. Genau deshalb ist er ein Auto, das man schätzen sollte. Ein Auto, das einst wegen seiner Andersartigkeit ignoriert wurde und heute aus genau diesem Grund bewundert wird.
Frankreich hat einen letzten echten Citroën der Extraklasse gebaut. Und hier steht er, als hätte er nur auf dich gewartet.
** Besondere Merkmale:**
- 3, 0-Liter-V6-Benzinmotor, 2. 995 cm³, 215 bhp
- Pallas-Ausstattung
- Hydractive-Federung für unvergleichlichen Fahrkomfort
- Gris Thorium Metallic
- Lückenlose, abgestempelte Wartungshistorie
- Selten: weltweit weniger als 24. 000 Exemplare gebaut
- Präsidentensitzbank im Fond mit erstklassiger Beinfreiheit
- Margin-Fahrzeug
Mit den Krümeln eines Pain au Chocolat noch auf meiner Tastatur,
Nick Slinger














