Beschreibung
Die bemerkenswerte Entwicklung von Lagonda in der Zwischenkriegszeit brachte einige der beständigsten Sportwagen Großbritanniens hervor. Der Ruf des Unternehmens für technische Exzellenz, Grand-Touring-Performance und sportliche Eleganz war bereits Mitte der 1930er Jahre gut etabliert, vor allem dank des Erfolgs der M45- und LG-Serie - Modelle, die zum Rückgrat der britischen Automobilität der Vorkriegszeit werden sollten. Das hier angebotene Exemplar begann sein Leben 1934 als Lagonda M45/ ST34 Pillar Saloon", eine stattliche Limousine mit sechs Fenstern, die für komfortable Langstreckenfahrten gebaut wurde. Unter der gediegenen Karosserie verbarg sich der legendäre 4, 5-Liter-Reihensechszylinder von Meadows, der für sein Drehmoment und seine Zuverlässigkeit bekannt war, sowie ein robustes Fahrgestell, das er mit den früheren 3-Liter-Modellen teilte. Die elegante Limousinenkonfiguration verbarg das sportliche Potenzial, das diese Basis bot. Der Wagen war zunächst auf den Kommandanten Bouchier Wray zugelassen, ein passender, vornehmer Anfang für ein Auto von solcher Präsenz. Wie bei vielen Lagondas sollten die Zeit und der sich ändernde Geschmack die Identität dieses Wagens verändern. Mitte der 1980er Jahre wurde der Wagen im bekannten Forshaw's Yard (Aston Service Dorset) entdeckt, das seit langem als Fundgrube für Lagonda- und Aston Martin-Liebhaber gilt. Von dort aus wurde das ursprüngliche ST34-Chassis auf die T9-Tourer-Spezifikation gekürzt und unter Verwendung der originalen M45 Rapide T9-Karosserie, die vor allem von einem 3-Liter-Bentley stammte, fachmännisch umgebaut. Diese Arbeit wurde von dem angesehenen Markenspezialisten David Ayre durchgeführt, der den Wagen auch heute noch wartet. Das Ergebnis ist ein Auto, das sich als völlig richtig" erweist: wohlproportioniert, mechanisch getreu und optisch stimmig. Heute präsentiert sich der Wagen in einem ausgezeichneten mechanischen und kosmetischen Zustand und verkörpert eine wohlüberlegte Mischung aus Originalität und sympathischer Verbesserung. Das originale Fahrwerk und die Mechanik wurden beibehalten, während die wesentlichen Touring-Upgrades subtil integriert wurden. Dazu gehören der Einbau neuer elektrischer Kraftstoffpumpen, die für mehr Zuverlässigkeit sorgen - auch wenn die originale Anlage das Auto begleitet -, und ein schnelles Straßendifferential, das entspanntes Fahren auf modernen Straßen ermöglicht. Erst vor 10 Jahren wurde ein Satz neuer Räder montiert, die ein sicheres und zuverlässiges Fahren gewährleisten. Bemerkenswert ist, dass der Wagen ein aktuelles, gültiges TÜV-Zertifikat besitzt, obwohl dies für ein Auto dieses Alters nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, was unterstreicht, wie sehr auf seine mechanische Integrität geachtet wurde. Das Auto ist in einem schönen dunkelgrünen Farbton lackiert. Die Mechanik zeigt die leichte Patina des Gebrauchs eines Enthusiasten, während die Karosserie und das Interieur eher einen reifen Charme als eine übermäßige Restaurierung vermitteln. Er hat das unverwechselbare Flair eines Autos, das regelmäßig benutzt, ordnungsgemäß gewartet und ausgiebig genossen wurde. Das Auto wird von einer umfassenden Historie begleitet, ein weiterer Beweis für seine Herkunft und Pflege. Dieser Lagonda ist jetzt vollständig vorbereitet und "auf Knopfdruck" bereit für schnelle Straßentouren, Rallyes oder einfach nur, um als eines der schönsten Exemplare des britischen Vorkriegsautomobils bewundert zu werden. Ob auf dem Kontinent oder in den Gassen von Devon, es ist ein Auto, das sowohl für den temperamentvollen Einsatz als auch für die sorgfältige Pflege belohnt.













