Beschreibung
Der Alfa Romeo 2600, produziert zwischen 1962 und 1968, repräsentiert die letzte große Limousine und den Coupé der Marke, die einen Reihen-Sechszylinder mit Doppel-Nockenwellen (DOHC) verwendet – treu der mechanischen Tradition, die dem Ruf von Alfa Romeo prägte. In mehreren Ausführungen erhältlich – Berlina, Sprint und Spider – verkörperte sie die Raffinesse, Leistung und Eleganz des Mailänder Herstellers der frühen 60er Jahre. Die zweite Serie, eingeführt ab 1964, profitierte von diversen Verbesserungen: Optimierung des Motors, Scheibenbremsen an allen vier Rädern, straffere Federung sowie subtile ästhetische Anpassungen. In begrenzter Stückzahl hergestellt, sprach sie in erster Linie Kenner an, die von ihrem Reihen-Sechszylinder mit 2. 584 cm³ Hubraum beeindruckt waren, der 145 PS bei 5. 900 min⁻¹ entwickelte, gekoppelt an ein fünfgängiges Schaltgetriebe und in der Lage, 200 km/ h unter souveränem Komfort zu erreichen.
Der hier gezeigte Wagen gehört zur zweiten Serie. Sein erster Eigentümer soll der Ingenieur Carlo Chiti gewesen sein, eine ikonische Figur des italienischen Motorsports und Schöpfer der Alfa Romeo Rennmotoren. Es heißt, er habe die ursprünglichen Solex-Verbraucher durch Weber mit einzelnen Filtern ersetzt, um die Atmung und die Lebendigkeit des Motors zu verbessern. Später gehörte das Auto Ettore Delli Carri, Tierarzt und Moderator der italienischen Tier-Show Il Giardino Straordinario, die im italienischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Er unternahm die Schritte zur Anmeldung des Fahrzeugs beim ASI (Automotoclub Storico Italiano).
Das Auto kam im November 2003 nach Belgien, nachdem es von Norditalien aus über die Straße transportiert worden war. Bei Ankunft wurde der Zylinderkopfdichtung ersetzt, da das Auto mehrere Jahre stillstand. Der Tachometer zeigte damals 4. 500 km an, entsprechend der Distanz seit der umfassenden Motorüberholung durch den Vorbesitzer. Seit diesem Datum wurden etwa 20. 000 km ohne Probleme in 22 Jahren Nutzung zurückgelegt. Der Motor zählt heute rund 25. 000 km und läuft einwandfrei, unterstützt durch eine elektronische Zündung Typ 1-2-3, die Zuverlässigkeit erhöht.
Der Innenraum wurde Ende 2020 vollständig neu gestaltet, einschließlich Polsterung und Teppich, und befindet sich neuwertig. Die Michelin X-Reifen, montiert 2023, weisen kaum 1. 000 km Laufleistung auf. Die komplette Abgasanlage, aus Edelstahl gefertigt von Freddy Bantuelle ab dem Collecteur, bietet einen Klang, der sowohl nobel als auch gedämpft ist – in perfekter Harmonie mit der Noblesse des Sechszylinders. Das Original-Werkzeugset ist noch vorhanden, wenn auch teilweise unvollständig und einer Restaurierung bedürfend. Es handelt sich zudem um das Exemplar, das 1988 in der italienischen Zeitschrift Ruote Classiche vorgestellt wurde, von dem eine Fotokopie das Fahrzeug begleitet.











