Beschreibung
Chassis Nr. 612 wurde an A. B. Spencer ausgeliefert, der eine Limousinen-Karosserie von Gurney Nutting spezifizierte. Innerhalb von zwei Jahren ging das Auto jedoch an seinen Bruder George Spencer über, der das Auto mit der Anweisung an Gurney Nutting zurückgab, eine spezielle offene Zweisitzer-Karosserie bauen zu lassen. Diese Karosserie ist auch heute noch montiert. Es gehört zu den nur zwei Autos, die nach diesem Design gebaut wurden; das andere Fahrzeug trägt die Chassis-Nr. 1222. Als „Speed Model“ mit dem leistungsstarken, kürzeren Fahrgestell (9'9 1/ 2''), zwei S. U. „sloper“ Vergaser und weiteren Leistungsmodifikationen gebaut, gehört das Auto zu den wenigen Vintage-Bentleys, die ihre Original-Karosserie bewahrt haben, auch wenn sie bereits zwei Jahre alt war.
Was den Zustand angeht, ist das Auto in einwandfreiem Zustand. Im Jahr 2014 stand es im Mittelpunkt einer umfangreichen mechanischen Überholung, zu der ein kompletter Motorumbau gehörte, durchgeführt von dem bekannten Vintage-Bentley-Engineering-Unternehmen John Ambler & Son Ltd. Der Motorumbau umfasste die Verwendung von Scheibenlagern (shell bearings) mit einem Vollfluss-Ölsystem und einem modernen Ölfilter. Zusätzlich zeigt die umfangreiche Akte, die dem Auto accompany, deutlich, dass es im gesamten Lebenslauf sehr gut gepflegt wurde. Die Akte enthält Wartungsunterlagen, Korrespondenz, Fotografien (einschließlich einiger guter Fotos des Autos beim Rennen in BDC-Veranstaltungen in Goodwood 1953) und weitere Unterlagen, die bis zu dem Zeitpunkt zurückreichen, als das Auto neu war. Es gibt sogar Korrespondenz der ersten Besitzer. Es ist ein Auto mit niedriger Laufleistung in hervorragendem Zustand und mit vollständiger Historie. Diese Merkmale in Kombination mit der seltenen Karosserie machen das Auto zu einem besonders begehrenswerten Exemplar.













