Beschreibung
Bis Ende der 60er Jahre war die Alfa Romeo 105er Serie auf dem Markt gut etabliert, mit den Familienmodellen Giulia und Berlina, dem offenen Spider und schließlich den von Bertone entworfenen GT-Modellen. Alle basieren auf derselben technischen Plattform mit Freuden wie dem in Aluminium gefertigten „North“- Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, einem 5-Gang-Getriebe und Scheibenbremsen an allen Rädern. Allerdings glaubte die Marketingabteilung von Alfa Romeo, dass es einen Markt für ein jüngeres Publikum gibt, das eine (noch) sportlichere und kompaktere Variante wünschte. Aus diesen Überlegungen heraus besuchte CEO Giovanni Luraghi 1967 Zagatos Stand auf dem Turiner AutoSalon. Gemeinsam mit Gianni und Elio Zagato einigten sie sich darauf, eine ganz besondere Variante des GT-Modells vorzuschlagen, mit Fokus auf ein kompaktes und aerodynamisches Design, mit einem starken und steifen Karosseriekörper – alles, um die schon hervorragenden Fahreigenschaften zu verbessern. Die Aufgabe erhielt Ercole Spada (Aston Martin DB4 GT Zagato, Giulietta SZ/ TZ, Giulia TZ1 und TZ2 und viele andere spektakuläre Modelle), und das Ergebnis war ein Auto, das ganz im Geist Zagatos steht. Unverwechselbar und besonders, vielleicht nicht ganz schön, aber Bilder allein fassen es nicht ein. Das Auto muss in der Realität erlebt werden, um wirklich geschätzt zu werden, mit all den eleganten und skurrilen Details am Karosserie- und Innenraumdesign sowie den messerscharfen Fahreigenschaften. Basierend auf einer verkürzten Spider-Version präsentiert sich der Junior Zagato in eigenem Recht. Sowohl Außen- als auch Innenraum sind ganz eigenständig, und besonders das Armaturenbrett und die Sitze sind fantastisch. Der Vertrieb begann im Februar 1970 und insgesamt wurden bis 1972 nur 1108 Exemplare des Junior Z produziert. Danach wurde der 1600 Junior Z vorgestellt, der jedoch nur drei Jahre zum Verkauf stand und in 402 Exemplaren produziert wurde. Von Anfang an war es also ein seltener und exklusiver Wagen, was man auch am Preisniveau am oberen Ende der Alfa Romeo-Modellpalette erkennen konnte.
Dieses Exemplar hier wurde im Februar 1971 neu in Verona ausgeliefert. Es gehört seit 2005 demselben dänischen Enthusiasten, der es in Turin gesammelt hat. Seither erhielt es eine hochwertige Neulackierung und wurde leicht restauriert. Die Farbe ist absolut fantastisch, die Blu Medio-Farbe steht dem Kleinen so gut. Auf der Straße wirkt das Auto wirklich frisch und präzise, mit sehr direkter Lenkung und einem lebhaften, eifrigen Motor. Es ist erstaunlich, wie effizient der kleine 1300er Motor von Alfa performt, ein wahrer Genuss, die Landstraße zu befahren. Das ist eine einzigartige Gelegenheit, ein Stück italienischer Automobilgeschichte zu erwerben, so schön anzusehen, ziemlich selten und zugleich bietet es Fahrfreude ohne Ende.











