Beschreibung
Im Oktober 1976 als Nachfolger des 365 GT4 2+2 eingeführt, war der 400 etwas ganz anderes als alle Ferraris zuvor. Eine völlig neue Ausrichtung für Ferrari – gemeinsam mit Pininfarina. Der Colombo-V12 blieb zwar erhalten, wurde jedoch vielfach überarbeitet: 1979, um strengere Emissionsvorschriften einzuhalten, wurde ein Bosch-K‑Jetronic Kraftstoffeinspritz- und Zündsystem installiert – daher die Bezeichnung 400i. Der 4, 8‑l‑V12 leistete 310 PS und erstmals in der Geschichte von Ferrari wurde ein Automatikgetriebe angeboten.
Das Design wirkte sehr zurückhaltend, aber zugleich elegant – im Vergleich zu den früheren Modellen. Dieser Stil floss später auch in die kantigen Testarossa- und 512-Modelle sowie in die V8er dieser Ära ein. Dieses Exemplar, Fahrgestell 47589, begann als serienmäßiger 400i und endete in Nero Tropicale über einem beigen Innenraum. Im Juli 1983 gebaut und über Maranello Concessionaires in Egham ausgeliefert, wurde es noch im selben Jahr an einen Vertreter der königlichen Familie von Brunei verkauft. In den Originalbestellformularen ist die Hinzufügung der hinteren Klimaanlage vermerkt. Das Fahrzeug wurde für Exportzwecke umsatzsteuerfrei (VAT-free) verkauft.
Im History-File des Fahrzeugs steht, dass zwei Exemplare bestellt wurden: dieses Auto für Prinz Jefri sowie ein weiteres, Fahrgestell 54411. Beide wurden an den renommierten Spezialisten Lorenz & Rankl GmbH geschickt, um auf Cabriolet-Spezifikation mit einem vollständig elektrisch betriebenen Verdeck umgebaut zu werden. Die Umrüstung wurde etwa 1984 durchgeführt, bevor die Fahrzeuge nach Brunei verschifft wurden. Diese Autos wurden in Werbepublikationen von Lorenz & Rankl genutzt und stellten die hohe Qualität der Umbauten unter Beweis.
Über die Zeit in Brunei ist wenig über die Historie des Autos bekannt, außer dass es die Straße selten sah – so wie es oft bei derart umfangreichen Sammlungen der Fall ist. Nach der Re-Importierung ins Vereinigte Königreich im Jahr 2002 wurde das Fahrzeug mit großer Akribie instand gesetzt. Unterlagen und unterstützende Rechnungen bestätigen, dass nahezu 90. 000 für diese besondere Maschine aufgewendet wurden, damit sie sich weiterhin in bestmöglichem Zustand befindet. Spezialisten wie Nick Cartright & Bob Houghton waren für die Wartung in der vorherigen Phase der langjährigen Nutzung verantwortlich.
Zum Fahrzeug gehört eine umfangreiche History-Mappe mit wichtigen Dokumenten wie den originalen Werksbestellformularen, Briefen aus dem Maranello Concessionaire-Archiv, dem originalen Book Pack und dem Serviceheft. Überall makellos präsentiert – eine echte Anerkennung für den gewissenhaften früheren Eigentümer.
Eine seltene Gelegenheit, ein heiß geliebtes und liebevoll betreutes Exemplar mit hervorragender Provenienz zu erwerben.














