Beschreibung
Fahrgestellnummer 12267
Motornummer 12267 (Interne Nummer A662)
Getriebebnummer 385
Der 1967 auf dem Pariser Salon vorgestellte 365 GT 2+2 war konzipiert, um auf dem weltweiten Luxusmarkt zu konkurrieren, und stellte den technisch fortschrittlichsten Straßen-Ferrari seiner Zeit dar. Mit einer von Pininfarina gestalteten Karosserie, die die stromlinienförmige Nase des 500 Superfast übernahm, kombinierte er einen 4, 4-Liter-Colombo-V12 mit serienmäßigen Luxusausstattungen, die ihn als Ferraris verfeinertesten viersitzigen Wagen bis dahin auszeichneten. Es war der erste 2+2 aus Maranello mit vollständig unabhängiger Aufhängung, ergänzt durch hydropneumatische selbstnivellierende Hinterachsgeometrie, serienmäßige Servolenkung und Klimaanlage – doch mit 320 PS war er immer noch für 245 km/ h gut.
Laut einem Bericht des Ferrari-Historikers Marcel Massini wurde Fahrgestellnummer 12267 als Linkslenker für den europäischen Markt fertiggestellt und war ursprünglich in Grigio Le Sancy über einem Pelle Rossa Connolly-Lederinnenraum lackiert. Der Wagen wurde im Juli 1970 neu an den italienischen Händler Tecno/ Malvetti geliefert und noch im selben Jahr an seinen ersten Privatbesitzer, Mr. Wuisan, einen in Italien lebenden chinesischen Geschäftsmann, verkauft.
Ende der 1970er Jahre war der Ferrari über Charles Pozzi SA an einen neuen Besitzer in Paris übergegangen, woraufhin er dunkelblau umlackiert und auf französische Kennzeichen "1238 RW 92" angemeldet wurde. Er tauchte öffentlich im Mai 1996 wieder auf, angeboten bei einer Auktion in Genf, wo er als "ein sehr originales Auto mit wahrscheinlich echten 84. 748 km" beschrieben wurde, und wurde vom angesehenen belgischen Ferrari-Sammler Robert Misonne aus Wauthier-Braine erworben, der den Wagen in Belgien auf das Kennzeichen "DHN 753" anmeldete.
Bis 2003 kam der Wagen in die Obhut seines derzeitigen belgischen Betreuers und guten Freundes des Vorgängers, unter dessen Besitz er das belgische Kennzeichen "365 GT" trug. Der Wagen wurde unter der derzeitigen Besitzerschaft von angesehenen Markenspezialisten gewissenhaft gepflegt – mit unterstützenden Rechnungen in den Akten – und profitierte 2003–2004 von umfangreicher Motorarbeit, als sein Zylinderkopf überholt und nach dem Einfahren neu angezogen wurde. Eine kosmetische Auffrischung folgte 2016, umfassend Lackierarbeiten und die komplette Neuverchrömung aller Chromteile, von den Stoßfängern bis zu den Fensterrahmen und Zierleisten. Kürzlich führte der Markenspezialisten L'Officina 2021 eine gründliche Überholung des Bremssystems vorne und hinten durch, zusammen mit einem vollständigen Flüssigkeitswechsel und der Überarbeitung des Auspuffs.
Unter der derzeitigen Besitzerschaft wurde der Ferrari auch beim Zoute Grand Prix Concours d'Elégance im Oktober 2017 ausgestellt, erscheinend in Klasse VII für die moderne Ära von Ferrari, und erneut im September 2022 als Teil der Ausstellung "75 Anni di Ferrari" im Autoworld Museum in Brüssel.
Heute präsentiert in seiner attraktiven dunkelblau über rotem Leder Konfiguration, ist Fahrgestell 12267 ein gut dokumentiertes und attraktiv erhaltenes Beispiel von Ferraris verfeinertestem viersitzigen Tourer der 1960er Jahre. Begleitet von seinem 2021 ausgestellten Ferrari Classiche "Red Book" – das bescheinigt, dass der Wagen sein ursprüngliches Fahrgestell, Motor, Getriebe und Differential behält – bietet er einen verlockenden Einstieg in den Besitz eines frontmotorisierten V12-Ferrari und kombiniert Pininfarina-Eleganz mit dem Reisekomfort, der die "Enzo-Ära" der Marke definierte.












