Beschreibung
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Rahmen P/ 1033
Eines der drei GT40, die von der Scuderia Filipinetti im Jahr 1965 bestellt wurden
Fahrzeug ausgestellt am Filipinetti-Stand auf der Genfer Autosalon 1967
Es erschien auf dem Titelblatt der Februarausgabe 1967 der britischen Zeitschrift Car
Teilnahme an der 24 Stunden von Le Mans 1969
3. Platz in der Kategorie bei den 1000 km von Monza 1969
Zwei zweite Plätze bei der Rallye de l’Ouest und der Coupes de Vitesse in Montlhery 1970
Der Ford GT40 P/ 1033 wurde nach Genf, Schweiz, geliefert vom Werk Ford Advanced Vehicles Ltd in Slough, Buckinghamshire, England, am 14. Januar 1966. Das Auto kam un lackiert und unvollständig an, da es zur Karosseriewerkstatt Graber bestimmt war, wo es als straßenzustandiges Sonderauto für Georges Filipinetti, Patron der berühmten Schweizer Scuderia Filipinetti, veredelt und vorbereitet werden sollte.
Wie von der FAV im Serienfahrblatt der Fahrzeuge jener Epoche vermerkt, war die „1033“ als Straßenversion vorgesehen. Sie wurde mit einem standardmäßigen Rennmotor und -getriebe ausgeliefert, die später ersetzt würden.
Die Arbeiten von Graber wurden Anfang 1967 abgeschlossen: Das Auto war hellblau-metallisch lackiert, mit minimalem Frontschutz im Over-Rider-Stil, elektrischen Fenstern, Innenraum ganz in Leder und der passendsten Option für eine GT40: Klimaanlage.
Das Auto erschien auf dem Titelblatt der Februarausgabe 1967 der britischen Zeitschrift “Car” und wurde im darauffolgenden Monat auf dem Genfer Autosalon ausgestellt. Herr Filipinetti stellte es danach zum Verkauf über den Ferrari-Händler von Genf, Jean-Jacques Weber, über den er einen begeisterten Käufer im bolivianischen Millionär Jaime Ortiz-Patino fand, der damals in Genf wohnte. Am 5. Mai 1967 wurde die „1033“ in der Schweiz mit dem Kennzeichen “GE 136999” zugelassen.
In einem späteren Brief bestätigte Herr Ortiz-Patino, dass er das Auto in der Schweiz und in Frankreich recht häufig gefahren habe, bevor alle Spezialausstattungen entfernt und es in ein reines Rennfahrzeug umgewandelt wurde, damit sein Patenkind Dominique Martin es im Wettbewerb nutzen konnte.
Der junge und ehrgeizige französische Fahrer erwarb zunächst Erfahrung mit der GT40 und nahm an einer Reihe nationaler, eher kleiner Cronosprint-Veranstaltungen teil, wie etwa am Col de la Faucille und am Beaujolais im Jahr 1968. Danach erlangte er die Fahrerlizenz, um mit dem Fahrzeug in Montlhéry nahe Paris zu starten. Zu Saisonbeginn 1969 schrieb Dominique Martin die „1033“ in eine Reihe wichtiger internationaler Langstreckenrennen ein, darunter die 24 Stunden von Le Mans. In Paarung mit dem erfahreneren französischen Piloten Jean-Pierre Hanrioud fuhr Martin das Auto beim Le-Mans-Testwochenende am 29.–30. März 1969, das Auto noch in hellblauer Lackierung und mit der deutlich sichtbaren Aufschrift „ZITRO“ auf der Nase, als Sponsor der Ortiz-Patino-Familie.
Am 25. April fuhr das Martin/ Hanrioud‑Gespann mit der „1033“ die 1000 km von Monza, Wertung für die FIA-Konstrukteurs-Weltmeisterschaft jenes Jahres, und belegte den 15. Gesamtrang. Ihre Ambitionen bei der 24 Stunden von Le Mans wurden durch einen Motorschaden während der Proben zunichte gemacht, aber am 12. Oktober 1969 gelang es Martin und Pierre Maublanc, das Auto erfolgreich in der 1000 km von Montlhery zu führen und als Neunter Gesamtrang sowie Vierter in der Klasse abzuschließen. Das folgende Wochenende nahm die „1033“ an den 300 Meilen von Hockenheim in Deutschland teil und belegte erneut den neunten Platz.
Im Jahr 1970 schickte Dominique Martin den Ford nach Buenos Aires, Argentinien, zur Eröffnung des neuen Jahresprogramms der Weltmeisterschaft. In einem Vorrennen von 200 Meilen auf dem Autódromo de Buenos Aires gab Martin auf Grund eines Getriebeproblems auf. Dennoch konnte er am 18. Januar den elften Platz im Qualifikationsrennen zur Meisterschaft, den 1000 km von Buenos Aires, belegen. Zurück in Frankreich im März desselben Jahres nahm die „1033“ am Rallye de l’Ouest auf öffentlicher Straße teil, wobei Martin den Gesamtrang 2 mit Beifahrer Chini erreichte.
Dominique Martin entschied sich später für eine sportliche Wende, und der ZITRO Ford GT40, der überschüssig war, wurde in ein matt helles Blau umlackiert und über Michel Berney verkauft, ehemaliger Mechaniker der Scuderia Filipinetti. Leider geriet Berney am 26. Oktober desselben Jahres während der Fahrt zwischen seinem Haus und der Werkstatt in einen Unfall und das Auto fing Feuer. Er kam unverletzt heraus, konnte aber nur zusehen, wie das Feuer wütete. Die örtlichen Feuerwehrleute kamen rechtzeitig, um den Stahlrahmen der GT40 zu retten, der fast unversehrt blieb, doch fast der Rest des brennbaren Teils der Karosserie ging verloren.
Dieses Exemplar kann als perfekt geeignet für weltweite Motorsportevents wie das Goodwood Revival Meeting, Straßenrennen/ Rallyes in Europa wie den französischen Tour Auto, bedeutende amerikanische Veranstaltungen und praktisch jedes historische Rennen in den Vereinigten Staaten betrachtet werden.











