Beschreibung
Innerhalb der Grenzen von Somerset befindet sich ein kleiner Motorhersteller mit geringer Stückzahl: die Ariel Motor Company. Am ehesten dürfte man sie für den Atom kennen – das Auto, bei dem TV-Moderator Jeremy Clarkson Mitte der 2000er in einer Folge von Top Gear einen unfreiwilligen Facelift verpasst bekam.
Der Atom ist im Grunde das Ergebnis der Frage: „Wie baust du ein Rennwagen?“ – allerdings beginnt man dabei mit einem Kinderschaukelgestell und einem Honda Civic Type R, der in einen Unfall geraten ist. Das Ganze ist konsequent als Rollkäfig umgesetzt, was angesichts des fehlenden Karosserieaufbaus ohnehin sinnvoll ist. In Kombination mit einem zuverlässigen, leistungsstarken Honda-Antrieb, einem leichten Stahlrohrrahmen sowie Fahrwerks- und Bremskomponenten von einigen der besten Hersteller der Branche gelang Ariel, obwohl es ein winziges Unternehmen ist, ein riesiger Auftritt.
Aber was, wenn du abseits der Straße unterwegs sein willst? Ariel hat dafür genau das Richtige: den Nomad. Während der Atom für Straße und Rundstrecke gemacht ist, steht der Nomad für Road und alles dazwischen. Er ist verstärkt, hochbeinig und mit grobstolligen All-Terrain-Reifen ausgerüstet. Jeder Nomad wird von nur einem Techniker von Hand aufgebaut – und dadurch ist im Grunde jedes Auto einzigartig. So wird er exakt nach den Vorstellungen des Erstbesitzers spezifiziert: von Winden bis zu mehr Leistung.
Dieser Nomad hat ein paar besondere Tricks im Ärmel – dazu kommen wir gleich. Zuerst sprechen wir über das Äußere. Die überwältigende Mehrheit der lackierten Außenflächen ist schwarz: vom Tank-/ Lack-Tub bis zum Exo-Skelett, also dem rollkäfigartigen Aufbau, bis zu den Radabdeckungen. Einziger Farbtupfer ist vorn: ein kurzer Spritzer Grün für das vordere, abnehmbare Panel.
Von vorn – oder aus der Perspektive dessen, was ein ahnungsloses Opfer im Rückspiegel sieht – fallen „käferartige“ Augen ins Auge: aus Scheinwerfern mit Projektor-Abblendlicht, Fernlicht sowie einer LED-Positionsleuchten-Einheit. Eine WARN-Winde vorn (optional, neu etwa 1. 000 £) und dazu 4-Scheinwerfer, die auf der Dachleiste montiert sind.
Seitlich betrachtet erkennt man die kompakte Bauform des Nomad. Außerdem sieht man die leichten Alu-Räder, die mit All-Terrain-Yokohama-Geolander-Reifen umwickelt sind. Hinter dem Rad- und Reifenpaket sitzt ein Satz Alcon 4-Kolben-Leichtbau-Bremszangen. Das Fahrwerk wird von Bilstein geliefert – mit einem Fernbehälter und einer verstellbaren Coilover-Anordnung.
Hinten arbeitet ein Honda-Motor: ein K24. Ein solider Antrieb, den man oft auch in wesentlich „normaleren“ Autos wie einem CR-V oder Accord findet. Allerdings gibt es beim K-Series-Motor viele Varianten, und der K24 wird oft bevorzugt – dank seiner unglaublichen Haltbarkeit. Und im Vergleich zu der 2, 0-Liter-Unit im Civic Type R sowie dem originalen Atom bringt er zusätzliches Drehmoment.
Dieses konkrete K24-Projekt profitiert von Aerials optionalem Kompressor-Supercharger-Setup. Das erfordert ebenfalls die Montage einer kräftigen Heavy-Duty-Kupplung und eines Schwungrads sowie eines Ölkühlers. Die 5. 000 £ teure Option holt die Leistung von der Basis von 235 bhp auf nahe 300 bhp hoch. Das ergibt ein Leistungsgewicht, das ähnlich ist wie bei einem Ferrari 599 GTO. Der Motor ist gekoppelt mit einem 6-Gang-Schalgetriebe mit engem Übersetzungsverhältnis – ebenfalls von Honda.
Innen – wobei „innen“ bei so einem Auto wirklich passend sein kann – ist alles schlicht. Der Nomad ist, wie sein Name sagt, tatsächlich nomadisch: Nur das Nötigste ist verbaut. Leicht gepolsterte Schalensitze beherbergen Multi-Point-Racing-Harnesses von Ariel. Vor dem sportlich gestalteten, digitalen Dash sitzt ein Lenkrad im Motorsport-Stil, das von einer Vielzahl an Schaltern umgeben ist. Das optionale Tom-Tom-Navi bleibt selbstverständlich auch im Fahrzeug, ebenso wie eine Ariel-markengetönte Abdeckung.
Trotz seiner geringen Laufleistung – knapp unter 5. 000 Meilen – wird das Auto konsequent von Ariel betreut.
Die Servicehistorie umfasst:
06/ 2026 – 4. 900 miles – Service und Injektoren – bei Ariel Motor Company
07/ 2024 – 4. 036 miles – 4-Jahres-Major-Service – bei Ariel Motor Company
12/ 2022 – 2. 175 miles – Jahres-/ 4. 500-Meilen-Service – bei Ariel Motor Company
11/ 2020 – 996 miles – Jahres-/ 4. 500-Meilen-Service – bei Ariel Motor Company
04/ 2019 – 867 miles – First-/ 500-Meilen-Service – bei Ariel Motor Company
Wenige Dinge auf der Straße sind so verrückt wie der Nomad – und doch gibt es kaum etwas, das so viel Freude auslöst. Durch seine Schlichtheit bleibt nichts übrig, was man sich noch zusammenreimen müsste; seine Fähigkeiten dürften jedoch weit darüber hinausgehen. Die Kombination aus britischem Erfindergeist und japanischer Zuverlässigkeit ergibt einfach einen richtig starken Mix.
Egal, ob du ihn für Track-Days nutzen willst, fürs Green-Laning oder um die eher fragwürdigen Stadtstraßen Londons zu navigieren – der Nomad könnte genau dein Auto sein.
Wie bei allen unseren Fahrzeugen ist auf Anfrage ein vollständiger digitaler Ordner verfügbar, der weitere Bilder, Walk-around-Videos und Scans der Servicehistorie enthält. Das Auto kann außerdem nach Terminvereinbarung in unserem West-London-Showroom besichtigt werden.














