Beschreibung
Ferrari stellte die Produktion des 250 GT Lusso 1964 ein, wodurch der Marke ein Mittelklassemodell fehlte, das die Lücke zwischen den Flaggschiff-Berlinettas (dem 275 GTB) und den großen viersitzigen Coupés (dem 330 GT) schließen sollte. Der im März 1966 auf dem Genfer Salon vorgestellte 330 GTC war bei Kunden und Testfahrern gleichermaßen sofort ein Erfolg und füllte die Lücke im Ferrari-Programm erfolgreich aus. Die 4-Liter-330er waren in zwei alternativen Karosserievarianten erhältlich: als Coupé (GTC) oder als Spyder (GTS). Das Fahrgestell des 330 GTC trug die Bezeichnung Tipo 592. Diese Chassis waren äußerlich dem Fahrgestell des 275 GTB sehr ähnlich, da es sich ebenfalls um einen klassischen Rohrrahmen aus Stahl handelte. Hydraulische Scheibenbremsen waren ringsum verbaut, dazu kam eine vollständig unabhängige Radaufhängung. Borranis wunderschöne Zehnloch-Gussfelgen waren serienmäßig, wahlweise waren jedoch auch Speichenräder desselben Herstellers erhältlich. Motorseitig setzte der GTC Ferraris zweinockenwelligen Vierliter-60°-V12 vom Typ Tipo 209/ 66 ein. Die Werksangabe lautete 300 PS bei 7000 U/ min, versorgt von drei Doppelvergaser-Weber 40. Der Motor war mit einem Fünfganggetriebe kombiniert. Die Fahrleistungen waren beeindruckend: Der Wagen erreichte in unter 6, 5 Sekunden 0–60 mph, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 150 mph. Trotz seiner Mischung aus altbewährter und neuer Technik zählte der 330 GTC schlicht zu den schönsten GT seiner Zeit. Elektrische Fensterheber waren serienmäßig, dazu ein komplettes Lederinterieur und bequem gepolsterte Sitze statt eng anliegender Schalensitze.


















