Beschreibung
Die Bristol 401-403 war zu der Zeit für eine 2-Liter-Limousine extrem teuer – 1949 kosteten nur Bentley, Rolls-Royce und Lagonda mehr – doch sie sah im Vergleich zu den meisten ihrer Zeitgenossen aus wie ein Raumschiff.
Ein starrer Fahrrahmen, eine effiziente Federung, ein sanfter und leistungsstarker Motor sowie eine leichte, aber gut isolierte Karosserie vereinen sich zu einem Eindruck von Spannung, Lebendigkeit und Raffinement des Autos.
Manche sagen, dass die Bristols von da an nur weiter abnahmen, ihren Aerodynamik-Stil einbüßten, Gewicht zulegten und eine angeblich „fortschrittliche“ Ingenieurskunst behielten, bis sie veraltet war.
Herz des Erfolgs des Wagens war der hochgezüchtete Sechszylinder-Reihenmotor mit hemisphärischem Kopf, der von den vor dem Krieg von BMW gefertigten Motoren abgeleitet war, eine wunderbare Einheit, intelligent von Bristol entwickelt, die zu jener Zeit in Sport- und Rennwagen gefragt war.
Doch Bristol nutzte das Maximum daraus in der 401. Als erstklassige Serien-2-Liter-Limousine erreichte sie 160 km/ h; ihre Karosserie vollständig aus Aluminium war außergewöhnlich aerodynamisch, unterstützt durch Druckknopf-Türöffnungen sowie die innere Öffnung von Motorhaube und Kofferraum.
Bristol setzte die Superleggera-Konstruktion von Carrozzeria Touring lange vor Aston Martin ein. Selbst die Aluminiumstärke variierte: 16 an der Oberkante der vorderen Kotflügel und der Motorhaube, wo der Druck Dellen in einer feineren Stärke verursachen könnte, und 18 anderswo.
Die profilierten Stoßstangen in der Wagenfarbe mit verchromten Einsätzen, am Fahrgestell über Gummi-Blöcke montiert, waren ihrer Zeit um mehrere Jahrzehnte voraus.
Weitere clevere Details: eine Motorhaube, die sich seitlich öffnet (was sicherer ist) in beiden Richtungen oder die durch Lösen einer Schraube abgenommen werden kann, und eine Kofferraumabdeckung mit einer durch eine Feder unterstützten Stütze.
Insgesamt wurden 618 Bristol 401 hergestellt.
Dieses Exemplar gehört zur dritten und letzten Serie. Es befindet sich sowohl mechanisch als auch ästhetisch in sehr gutem Zustand. Es wird von einem umfangreichen Wartungs- und Historienordner begleitet.
Zuletzt durchgeführte Arbeiten:
- neue Vredestein Classic Reifen
- Armaturenbrett poliert mit Poliertuch
- elektrische Benzinpumpe (mechanische Pumpe noch vorhanden)
- komplette Wartung











