Beschreibung
„La Bomba“
Marcos Mantara LM600EVO aus dem Jahr 2000
Komplett überarbeitet von Cor Euser Racing
Einschreibbar für die Klassen Masters und Peter Auto Endurance Legends
3. im Gesamtklassement des Mans Classic 2026
1. in ihrer Klasse
Der Name „Marcos“ leitet sich von den Vornamen Jem Marsh und Frank Costin ab, die 1959 ihre Kräfte vereinten. Costin, Luft- und Raumfahrtingenieur, hatte sich bei De Havilland Aircraft Company bereits Erfahrung im Umgang mit Sperrholz und Glasfaser angeeignet. Es ist daher wenig überraschend, dass alle frühen Marcos-Modelle über einen Sperrholzrahmen verfügen – zugleich sehr leicht und steif – sowie über eine außergewöhnliche Aerodynamik.
Über die gesamten 60er, 70er, 80er und 90er Jahre hinweg trat Marcos in jeder Ebene des Motorsports mit beachtlichem Erfolg an, während sich der Bereich der Serienfahrzeuge über Höhen und Tiefen hinweg erstrecken musste und zweimal neu aufgelegt werden musste.
Cor Euser kaufte 1995 seine erste Marcos LM600 und übernahm damit de facto das Werks-Team unter dem Namen „Marcos Racing International“. Er baute die Erfolgsserie bis 1999 aus, als die LM600 ein Upgrade brauchte, um weiterhin ganz oben mitzuspielen.
Ein entscheidender Fortschritt ergab sich, als ein niederländisches Konsortium – bestehend aus Euser und Wim Noorman, dem Inhaber von Eurotech Engineering und Serienunternehmer – den Motorsport-Arm von Marcos übernahm. Es wurde eine beträchtliche Investition getätigt, und der Designer Wiet Huidekoper (berühmt für seine Porsche GT1) erhielt den Auftrag, die bestehende LM600 komplett neu zu denken – daraus entstand mit Sicherheit eines der spektakulärsten GT-Autos, die je entworfen wurden. Die LM600EVO mit ihren üppigen, geschwungenen Linien ist mit einem Chevrolet LS6 Small-Block mit Druckstangen (Pushrods) ausgestattet, zentral montiert, mit einer massiven und zugleich leichten Aluminium-Koppel-Tube, einem Transaxle sowie einem Hewland 6-Gang-Getriebe. Alles ist sorgfältig in einem extrem steifen und verwindungsfesten Rohrrahmen verbaut.
Vier Exemplare wurden von Eurotech gebaut und traten anschließend erfolgreich auf allen Ebenen der weltweiten GT-Endurance-Rennen an. Schon 2000 gewann die LM600EVO gleich mehrere Läufe der FIA-ERos GT sowie die Titel im Gesamtklassement der Saison – gewonnen von Cor Euser und Calumn Lockie in der britischen GT-Meisterschaft sowie von Miguel Ángel de Castro und Balba Camino in der spanischen GT-Meisterschaft.
In Spanien bekam das Auto schnell den Spitznamen „La Bomba“, der bis heute stolz auf der Motorhaube steht.
Das zum Verkauf stehende Fahrzeug gehörte Cor Euser immer schon, der es auch selbst gefahren hat. Als die GT1- und GT2-Wettbewerbe endeten, fuhr er mit eben diesem Auto weiter im niederländischen Supercar Challenge. Nach einem leichten Unfall in Zolder im Jahr 2012 entschied Cor, das Auto aus dem Rennsport zurückzuziehen.
Vor einigen Jahren konnten wir Cor dafür gewinnen, dieses spektakuläre Fahrzeug zu restaurieren – damit es wieder seine volle ursprüngliche Schönheit erhält. Anfang 2023, als das Auto fertig war, wurde Cor zu einer Vorführung beim Goodwood Members’ Meeting eingeladen, bei der er einen Sonderpreis vom Duke of Richmond für „den besten Soundtrack des Wochenendes“ erhielt.
Dieses Ereignis, verbunden mit der überwältigenden Begeisterung des Publikums in Goodwood, motivierte Cor dazu, das Auto beim Masters Endurance Legends-Rennen in Zandvoort einzusetzen – wo es zwei Gesamtsiege einfuhr.
Das Auto ist vollständig einsatzbereit und wird in weiteren GT Masters Endurance-Läufen und/ oder bei Peter Auto sowie auf dem Startgrid des 8. Mans Classic willkommen sein.













